29.02.2020 | 12:20 Uhr | Update Vorwiegend Sachbeschädigung: LKA verzeichnet mehr politisch motivierte Straftaten

Zerbrochene Fensterscheibe in einem Backsteinhaus.
Zerbrochene Fensterscheiben von der Wohnung einer Linken-Stadträtin in Zittau. Hier war im Juli 2019 ein Sprengkörper gezündet worden. Bildrechte: xcitePRESS

In Sachsen hat die Zahl der registrierten Angriffe auf Politiker und Parteieinrichtungen einen Höchststand erreicht. Das geht aus einer Statistik des Landeskriminalamtes (LKA) hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr im Freistaat rund 550 politisch motivierte Straftaten verzeichnet. Zu Beginn der Erfassung im Jahr 2016 waren es knapp 330.

Mehr registrierte Fälle im Wahljahr

Wie das LKA auf Nachfrage von MDR SACHSEN mitteilte, handelt es sich dabei überwiegend "um mittelbare Angriffe, in Form von Sachbeschädigungen an Wahlplakaten oder deren Diebstahl" sowie um Sachbeschädigungen an Parteieinrichtungen.

Im Rahmen von versuchten und vollendeten Körperverletzungsdelikten wurden im Jahr 2019 zwei Amts- und Mandatsträger leicht verletzt.

Tom Bernhard Pressesprecher LKA Sachsen

Etwas mehr als ein Dutzend Angriffe habe es auf Wahlhelfer und andere Parteimitglieder gegeben. Diese sind laut LKA während der Wahlkampfzeiten 2019 registriert worden, etwa im Zusammenhang mit Plakatierungsmaßnahmen oder an Ständen der Parteien.

Besonders viele Angriffe wurden laut LKA im vergangenen Jahr gegen die AfD registriert. Die Statistik weist insgesamt 185 Fälle aus, was gegenüber dem Vorjahr (59) ein deutlicher Anstieg ist. Daneben war die CDU besonders häufig betroffen.

Quelle: MDR/dpa/ma/tw/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 29.02.2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Februar 2020, 12:20 Uhr

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