Mobiles Internet Lückenhaftes LTE-Netz an Sachsens Bahnstrecken

Das Display eines Smartphones zeigt keinen Netzempfang an.
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In Sachsen ist an rund 7,5 Prozent aller Bahnstrecken kein schnelles mobiles 4G-Internet verfügbar. Das teilte die Bundesregierung auf Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag mit. Betroffen sind demnach 211 von insgesamt 2.800 Kilometern Bahntrasse. Das bedeutet, dass Zugreisende im Schnitt jeden 13. Bahn-Kilometer nur langsam oder gar nicht mobil im Internet surfen können.

Im bundesweiten Vergleich sind Bahnpassagiere den Angaben zufolge nur in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz noch schlechter dran als im Freistaat. In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg hat das LTE-Netz an den Gleisen dagegen gar keine Lücken.

Mit einer Milliarde Euro Funklöcher stopfen

Der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst bezeichnete die lückenhafte 4G-Versorgung als absolutes Armutszeugnis für die Digitalisierung in Deutschland und für eine kundenfreundliche Bahn. "Unterbrochene Telefonate und Surfen im Schneckentempo - besonders auch in Sachsen sind viele Bahnfahrgäste davon genervt", meinte Herbst.

Im Juni hatte die Bundesregierung Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro angekündigt, um Mobilfunklöcher in Deutschland zu schließen. In diesem Rahmen sollen auch technische Umbauten in Zügen mit 150 Millionen Euro gefördert werden.

Quelle: MDR/stt/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.09.2020 | 09:00 Uhr in den Nachrichten

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