Aufbauarbeit Gelder aus Mauerfonds für Pückler-Park und Augustusburg

Mit rund 3,7 Millionen Euro aus dem sogenannten Mauerfonds werden in Sachsen insgesamt 15 kulturelle, soziale und wirtschaftliche Projekte gefördert. Das teilte das sächsische Finanzministerium in Dresden mit.

So erhält der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau an der polnischen Grenze 800.000 Euro für ein Ver- und Entsorgungskonzept. 745.000 Euro gehen an das Schloss Augustusburg in Mittelsachsen, womit zu seinem 450-jährigen Bestehen 2022 eine interaktive Sonderausstellung entstehen soll. Rund 210.000 Euro Förderung erhält das ehemalige Blaufarbenwerk Schindler im erzgebirgischen Zschorlau. Für den früheren Grenzwachturm in Heinersgrün im Vogtland werden rund 75.000 Euro bereitgestellt.

Insgesamt leistet der Mauerfonds mehr als 30 Jahre nach dem Fall der Mauer noch immer wichtige Aufbauarbeit.

Hartmut Vorjohann Finanzminister Sachsen

Nach dem Mauerfall im November 1989 waren Grundstücke auf dem Gebiet der einstigen innerdeutschen Grenze in den Besitz der Bundesrepublik übergegangen. Ab 1996 hatten Eigentümer die Möglichkeit, die Grundstücke für ein Viertel des Verkehrswertes zurückzukaufen. Die Erlöse fließen seither in den Mauerfonds und werden mit Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestages regelmäßig an die ostdeutschen Bundesländer ausgeschüttet. Insgesamt hat Sachsen in acht Tranchen bislang rund 15 Millionen Euro aus dem Fonds bekommen.

Quelle: MDR/ma/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 30.11.2020 | ab 21:00 Uhr in den Nachrichten

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