Brohltal, Rheinland-Pfalz: Eine Autofahrerin lädt ihr Elektroauto an der deutschlandweit ersten Ultraschnellladestation an der Raststätte Brohltal Ost an der Autobahn A61 auf. An den 350-kw-Stationen kann ein E-Auto nach Angaben der Betreiber in durchschnittlich 20 bis 30 Minuten voll aufgeladen werden.
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Elektromobilität Kommen E-Autos in Sachsen langsam in Fahrt?

Auch wenn E-Autos auf den Straßen in Sachsen noch eher eine Seltenheit sind - sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das zeigen aktuelle Zahlen. Ganz anders sieht es beim arg gebeutelten Diesel aus.

Brohltal, Rheinland-Pfalz: Eine Autofahrerin lädt ihr Elektroauto an der deutschlandweit ersten Ultraschnellladestation an der Raststätte Brohltal Ost an der Autobahn A61 auf. An den 350-kw-Stationen kann ein E-Auto nach Angaben der Betreiber in durchschnittlich 20 bis 30 Minuten voll aufgeladen werden.
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Die Anzahl der Neuzulassungen von Elektroautos in Sachsen ist in diesem Jahr gestiegen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte, gab es zwischen Januar und Ende September 702 Neuanmeldungen für E-Autos und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Da waren es nämlich 391. Auch bei den Hybridmotoren stieg die Zahl der Neuzulassungen. Waren es in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres noch 2.579, stieg die Zahl im selben Zeitraum 2018 auf 3.191.

Verglichen mit den Diesel- und den Benzinfahrzeugen sind das natürlich Peanuts. Großer Gewinner sind die Benziner. Knapp 64.000 rein benzinbetriebene Autos sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres in Sachsen zugelassen worden. Das sind den Angaben zufolge 6.000 mehr als im Vergleichszeitraum 2017. Die Anmeldungen von Dieselautos gingen hingegen zurück, von 31.641 im Vorjahr auf 25.994 im laufenden Jahr.

Gut zu wissen 200.000 Pkw wurden bundesweit allein im September 2018 angemeldet. Die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes erfasst auch die beliebtesten Farben der Eigentümer. Mit rund 58.000 Neuanmeldungen liegt nicht etwa Schwarz oder Weiß auf Platz eins. Die Farbe Grau ist der Liebling der Autohalter in Deutschland. Die meisten grauen Pkw gibt es demnach von Opel (6.657), dicht gefolgt von VW (6.393).

Zwickau soll VW-Speerspitze für Elektromobilität werden

Gute Nachrichten zum Thema E-Mobilität in Sachsen gab es im September. Der VW-Konzern hatte angekündigt, sein Zwickauer Werk zum Zentrum der E-Mobilität ausbauen zu wollen. Das Werk werde bereits für die künftige Serienproduktion vorbereitet, die im November 2019 starten soll. Erste Fahrzeuge sollen Anfang 2020 ausgeliefert werden. Nach dem kompletten Hochfahren der E-Produktion sollen in Zwickau rund 1.500 Autos pro Tag hergestellt werden.

Insgesamt will die Volkswagen AG nach eigenen Angaben in den nächsten fünf Jahren mehr als 34 Milliarden Euro in die Entwicklung von E-Autos, autonomes Fahren und die Digitalisierung stecken. Damit sollen laut Konzernchef Matthias Müller die Voraussetzungen geschaffen werden, Volkswagen zur "weltweiten Nummer Eins in der Elektromobilität zu machen".

Quelle: MDR/mar/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.10.2018 | 10:00 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

Erst verhalten, jetzt umso kraftvoller: die Sängerinnen und Sänger des Hoyerswerdaer Bürgerchores mussten sich erst mit der unverblümten Sprache Gerhard Gundermanns anfreunden, bevor sie dessen Lieder auf die Bühne bringen konnten.
Erst verhalten, jetzt umso kraftvoller: die Sängerinnen und Sänger des Hoyerswerdaer Bürgerchores mussten sich erst mit der unverblümten Sprache Gerhard Gundermanns anfreunden, bevor sie dessen Lieder auf die Bühne bringen konnten. Bildrechte: Kulturfabrik Hoyerswerda/Gernot Menzel

Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2018, 10:16 Uhr

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7 Kommentare

15.10.2018 16:00 Kersten 7

Die E-Mobile sind nicht ausgereift, dir Reichweite ist für einen Urlaub nicht ausreichend, da es auch zu wenige Ladestellen gibt. Die Batterieherstellung ist Umweltfeier haben. Man Stelle sich Mal 1 Million E-MaL Autos auf den Straßen vor. Wo soll der Strom dafür herkommen. Die eigentliche Zukunft liegt im Wasserstoff und bis dahin bleiben wir beim Diesel oder Benziner.

15.10.2018 14:57 FSee 6

Kein Verkehrsmittel ist vollkommen, auch nicht das E-Auto. Nach mehr als 50.000 elektrisch gefahrenen Kilometern im E-Auto aus heimischer Fertigung kann ich aber sagen, dass ich nicht mehr zum Diesel zurück will. Jeder Neuwagen ist erst einmal kritisch für die Umweltbilanz. Wer so argumentiert, sollte sich fragen, ob er nicht ganz auf's Auto verzichten kann. Wer das nicht kann, für den ist ein E-Auto eine Alternative, besonders wenn sie oder er häufig pendelt, am Start oder Ziel eine Ladesteckdose findet, dort Ökostrom (was inzwischen die meisten tun) oder Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage "tankt" (tun immer mehr). Unschlagbare Vorteile von E-Autos sind die geringe Geräuschemission (außen wie innen), die enorme Beschleunigung (Sicherheits- und Spaßfaktor) und der geringe Wendekreis. E-Auto-Fahrer begegnen einander auf Augenhöhe und werden nicht selten von Neugierigen umlagert. Wie viele V-Motor-Fahrer können das von sich sagen?

15.10.2018 13:33 Hempel U. Sofa 5

Würde gerne meiner Frau die nur Stadtverkehr beruflich durchleben muss so ein E-Auto hinstellen, könnte auch jeden Tag das Ding über Nacht laden, aber da es da derzeit nur Neuwagen gibt und Neuwagen egal welche Antriebsform unerschwinglich sind bleibt bei einem gebrauchten Verbrenner.

15.10.2018 12:16 Chlamydia 4

Schade das hier keiner in der Lage ist weiter zu denken. Wo kommen die selten Erden für die Akkus den her und wer baut diese unter sehr schlechten Bedingungen ab?
Wo kommt der Strom für die Autos her und wo und wie soll das mit dem aufladen funktionieren?

Ansonsten Zustimmung zu 1.

Warum werden andere Meinungen denn unterdrückt? Sollte nicht jeder sagen / schreiben können was wer möchte so lange niemand dadurch „verletzt“ wird?

15.10.2018 06:07 Steff 3

@Maikel:
Informiere dich, bevor du hier eine Meinung äußerst.
Endlich ist das Ende von stinkenden und lauten Ressourcen-Vernichtern eingeläutet.

14.10.2018 22:25 Struppi 2

@1 meikel -- Es ist mindestens gleichermaßen erschreckend, wie Sie hier den den Redakteuren pauschal die Kompetenz absprechen.
Über den Nutzen und die Sinnhaftigkeit des Artikels kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber die Umsetzung der Berichterstattung ist hier nun wirklich nicht so gravierend schlecht, dass man gleich zur verbalen Attacke übergehen muss.
Des weiteren lässt sich über Ihre Aussage zu e-Autos trefflich streiten. Denn allzu oft hinkt der Vergleich zu V-Autos gewaltig - gerade eben was die Öko-Bilanz betrifft. Schließlich muss man zu Ihrer Aussage mindestens Ähnliches von V-Autos behaupten. Denn der natur- und ressourcenfeindliche Verbrauch sollte bei beiden 'Kontrahenten' dann schon an gleicher Stelle angesetzt werden - mit mitgeführtem Energiespeicher (Benzin bzw. Diesel oder Akkumulatoren) oder eben ohne.. Je nach Blickwinkel sollte man dann wohl eher zur Entscheidung kommen, dass der derzeitige übermässige MIV so oder so der Natur nichts Gutes tut!

14.10.2018 16:53 maikel 1

Erschreckend, wie diese natur- und ressourcenfeindlichen E-autos hier propagiert werden. Es wird deutlich sichtbar, daß man den Medienmachern jegliche Kompetenz und Zurechnungsfähigkeit absprechen kann.

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Erst verhalten, jetzt umso kraftvoller: die Sängerinnen und Sänger des Hoyerswerdaer Bürgerchores mussten sich erst mit der unverblümten Sprache Gerhard Gundermanns anfreunden, bevor sie dessen Lieder auf die Bühne bringen konnten. Bildrechte: Kulturfabrik Hoyerswerda/Gernot Menzel