Tarifverhandlungen in der Ernährungsindustrie Mehr Geld für Beschäftigte bei Frosta, Cargill und Sonnländer

Erbsen werden am 23.06.2017 in Lommatzsch (Sachsen) nach der Ernte auf dem Firmengelände des Tiefkühlunternehmens Frosta in einer Waschanlage gereinigt.
Bei Frosta in Lommatzsch gibt es jetzt mehr Geld. Bildrechte: picture alliance / Sebastian Kah

In der sächsischen Ernährungswirtschaft sind nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Entgelterhöhungen vereinbart worden. So steigen bis zum September 2022 die Monatsentgelte der Beschäftigten bezogen auf das Beispiel eines Facharbeiters beim Tiefkühlproduzenten Frosta in Lommatzsch um 395 Euro, beim Cargill Ölwerk in Riesa um 358 Euro und beim Fruchtsafthersteller Sonnländer Getränke in Rötha um 310 Euro, wie die NGG am Montag mitteilte.

Das ist der Einstieg in die dringende Angleichung der Löhne zwischen Ost und West. Der Anfang ist gemacht, nun müssen weitere Betriebe folgen.

Uwe Ledwig Vorsitzender Landesbezirk Ost der NGG

2022 bis zu 18 Prozent über dem aktuellen Niveau

Thomas Gläser, Geschäftsführer Sächsischer Arbeitgeberverband Nahrung und Genuss, bestätigte den Abschluss in den drei Betrieben. Ob und wenn ja wo es weitere Verhandlungen geben werde, könne er nicht sagen.

Das Tarifgebiet der Ernährungsindustrie Sachsen umfasst nach Gewerkschaftsangaben insgesamt über 1.300 Menschen in einem Dutzend Betrieben. Die Erhöhungen erfolgen laut NGG in mehreren Stufen mit Festgeldbeträgen. Damit profitieren untere Entgeltgruppen überproportional davon. Unter dem Strich werde das Entgeltniveau im September 2022 16 bis 18 Prozent über dem aktuellen Niveau liegen.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.08.2020 | 19:00 Uhr in den Nachrichten

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