Männer in Kitas Sachsen hat überdurchschnittlich viele Tagesväter und Erzieher

Der Tagesvater Michael Seyfarth aus Leipzig singt mit seinen ein- bis zweieinhalbjährigen kleinen Schützlingen ein Kinderlied.
Musikstunde mit Tagesvater in Leipzig, den Kleinen macht es großen Spaß (Archivfoto). Bildrechte: dpa

In Sachsen arbeiten auch immer mehr Männer beruflich in der Kindererziehung. Aktuell gibt es im Freistaat 3.538 Erzieher in Kindertagesstätten und auch mehr Kita-Leiter und Tagesväter, teilte das Kultusministerium damit. Sachsen liegt laut Kultusministerium über dem Bundesdurchschnitt, der bei 7 Prozent Männer in Kitas festgestellt wurde. Der Männeranteil in sächsischen Kitas stieg von 1,5 Prozent im Jahr 2006 auf nun 9,3 Prozent. 267 Einrichtungen werden von einem Mann geleitet. Das entspricht 8,9 Prozent. 2008 waren es nur 2,4 Prozent.

Wir sind auf einem guten Weg hin zu gemischten Kita-Teams.

Christian Piwarz sächsischer Kultusminister (CDU)

Erzieherberuf für Männer interessanter

Den Anstieg des Männeranteils im klassisch weiblich dominierten Sozialbereich beurteilte Piwarz als gut, denn: "Kinder brauchen Frauen und Männer als Bezugspersonen." Auch die Zahl der Tagesväter, die Kinder bis zum Alter von drei Jahren betreuen, nahm in Sachsen zu. Waren 2006 nur 14 der insgesamt 777 Tagesbetreuenden Männer, sind es aktuell 115 von 1.660. "Die ersten Tagesväter hatten mit Vorbehalten zu kämpfen, umso mehr freut es mich, dass die anfänglichen Bedenken langsam einer Akzeptanz weichen", sagte Piwarz. Nach Ministeriumsangaben interessieren sich Männer auch mehr für den Erzieherberuf. Die Zahlen seien bei der Ausbildung und an Fachschulen und auch beim Quereinstieg in den Beruf gestiegen.

Quelle: MDR/kk/dpa

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