12.02.2020 | 13:30 Uhr Öko-Landbau in Sachsen wächst auf 62.000 Hektar

Nahaufnahme eines schwarzbunten Kälbchens in seiner Box vor einem Futtereimer
Kalb in einer Box Bildrechte: MDR/Christine Reißing

Der Öko-Landbau in Sachsen hat nach Angaben des sächsischen Agrarministeriums in den vergangenen Jahren zugelegt. Seit 2016 ist die Anbaufläche um zwei Drittel auf fast 62.000 Hektar gewachsen, wie das seit Dezember von den Grünen geführte Ministerium in Dresden mitteilte. Die gesamte Landwirtschaftsfläche in Sachsen liegt bei 900.000 Hektar.

Elf Prozent der sächsischen Bauern wirtschaften ökologisch

Jeder neunte Betrieb, etwa elf Prozent, wirtschafte ökologisch, so das Ministerium. 23 Verbände und Unternehmen aus Sachsen beteiligen sich bis Sonnabend an der Leitmesse "Biofach 2020" in Nürnberg. Insgesamt stellen dort 2.000 Unternehmen aus aller Welt aus. Das Land Sachsen unterstützt den Ökolandbau über die sogenannte Öko-Flächenprämie jährlich mit mehr als 16 Millionen Euro.

Die Landwirtschaft befindet sich derzeit im Wandel. Die Politik und Verbraucher fordern mehr Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz. Viele Landwirte befürchten, neue Gesetze könnten sie überfordern und wirtschaftlich ruinieren. Sie machen seit Monaten mit Traktorendemos vor allem in Großstädten auf ihre Lage aufmerksam.

Bio- und Kleinbauern unterstützen aktiv die Veränderungen. Konventionell wirtschaftende und ökologisch wirtschaftende Betriebe fordern gemeinsam mehr Verantwortung von Verbrauchern, die bereit sein müssten, höhere Preise für Lebensmittel zu zahlen. Hierbei ist auch der Handel gefragt.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.02.2020 | 15:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2020, 13:34 Uhr

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