10.10.2019 | 16:00 Uhr Michael Kretschmer wirft AfD-Chef Urban Heuchelei vor

Michael Kretschmer, Landesvorsitzender der CDU und Ministerpräsident in Sachsen, spricht bei der Pressekonferenz nach der Sitzung des CDU Bundesvorstands im Konrad-Adenauer-Haus.
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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat dem AfD-Chef Jörg Urban Heuchelei vorgeworfen. Speziell geht es um Urbans Verurteilung des Anschlags in Halle. Auf Twitter schrieb Kretschmer: "Urbans Verurteilung zum Anschlag in Halle bleibt solange Heuchelei, bis er sich zur Montagsrede" von Lutz Bachmann erkläre:

AfD-Chef Urban hatte am Donnerstag eine Mitteilung veröffentlicht, in der er verlangte, dass der Täter von Halle "nie wieder in Freiheit leben" dürfe. "Wer unschuldige und wehrlose Menschen regelrecht massakrieren will, hat die höchste aller Strafen verdient. Die antisemitische und hasserfüllte Begründung der Taten empfinde ich als widerwärtig und verabscheuungswürdig", so Urban. Für Gewalt gebe es nie eine Rechtfertigung.

Gewalt verurteilen und Gewaltreden folgen?

Vize-Landtagspräsident André Wendt (AfD) nimmt am Pegida-Spaziergang in Dresden teil. Dabei wird er unter anderem vom sächsischen AfD-Vorsitzenden Jörg Urban begleitet.
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Ministerpräsident Kretschmer bezog sich in seinem Tweet auf die Pegida-Versammlung am vergangenen Montag. Sieben Anzeigen waren bei der Polizei eingegangen gegen den Redner Lutz Bachmann. Die Polizei ermittelt gegen Bachmann und wertet Videomaterial aus. Dabei geht es um Volksverhetzung und Anstiftung zu einer Straftat. Der Landes- und Fraktionschef Jörg Urban wurde am Montag dabei fotografiert, wie er am Pegida-Aufmarsch teilnahm. Neben ihm lief der Vizepräsident des Sächsischen Landtags, André Wendt.

Lutz Bachmann bei der Pegida Kundgebung am 7. Oktober 2019 in Dresden. 1 min
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Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.10.2019 | 17:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2019, 16:00 Uhr

49 Kommentare

Janes vor 4 Tagen

Die politische Richtung dieser Partei habe nicht ich ihr auferlegt. Das kommt allein von den Mitgliedern. Und das spricht Wähler an. Das liegt absolut nicht an mir.

Direkt zusammengebrochen ist die GroKo nicht.
Ich hlate die CSU für bedenklich rechts (und hier im Sinne von konservativ). Es stünde der CSU wahrlich nicht schlecht, sich auf ihre Christlichen Grundwerte zu besinnen.

Und ich bin keinesfals dagegen zu diskutieren. Auch über Geflüchtete. Aber das muss mit Menschlichkeit geschehen, icht, indem man 1.Ein Untergangsszenario konstruiert und dabei Schuldige benennt, 2. das Ende herfabuliert und sich 3. dann selbst als alleiniger Heilsbringer darstellt. So arbeiten alle Populisten auf dem Planeten. Das will ich nicht. Das ist nicht meine Art der Politik.

Janes vor 4 Tagen

Du kannst dir noch so eine Mühe geben, meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Dich beachte ich nicht....

Nicht aus Hass, sondern vollkommenes Desinteresse an dir. Hass scheint ein großes Thema in deinem Leben zu sein.

Janes vor 4 Tagen

Wenn man rechts zunächst nur als konservativ übersetzen will, dann ja.

Das nur ein kleinerer Teil der Wählerschaft Menschen mit "Nationalsozialistischem" und "Völkischen" Gedankengut ist, bleibt dabei ebenfals Tatsache.

Wenn man lediglich der Regierung eins auswischen will, könnte man auch "Die Linke" wählen. Da kommt irgendwie aufs selbe raus. Nur, dass die nicht so eine Menschenverachtende Politik betreiben.

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