Rechtsextremes Konzert in Ostritz
Rechtsextremes Konzert in Ostritz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

12.06.2019 | 08:52 Uhr Sachsen will schärfer gegen Rechtsrockkonzerte vorgehen

Rechtsextremes Konzert in Ostritz
Rechtsextremes Konzert in Ostritz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Innenministerien von Sachsen und Thüringen wollen schärfer gegen Rechtsrockkonzerte vorgehen. Dazu werde an einer gemeinsamen Strategie gefeilt, wie Sachsens Ministeriumssprecher Andreas Kunze-Gubsch dem MDR SACHSEN bestätigt. Der Fokus der Beschlussvorlage liege darauf, die Versammlungsbehörden sowie die Polizei zu schulen, um strikter die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole und das Zeigen von Hitlergrüßen zu ahnden. Auch der Brandschutz und die Hygienebestimmungen sollen vor der Durchführung rechter Veranstaltungen gründlich geprüft werden.

Die Beschlussvorlage soll nächste Woche Thema sein, wenn Sachsen und Thüringen am 18. Juni gemeinsam in Altenburg tagen. Rechte Konzerte werden meistens als Versammlungen angemeldet. Dadurch sind sie nur schwer zu verbieten.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.06.2019 | ab 12 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

19 Kommentare

13.06.2019 08:43 der_Silvio 19

@18 Peter W.; "mimimi - mehr fällt mir dazu eigentlich nicht ein."
das hätten sie getrost für sich behalten können.
Genaus das ist es, was ich als kopfloses Handeln bezeichne.
Man hat ich den letzten Jahren bundesweit verpasst gegen Extremismus jeden Couleur vorzugehen. Oder wollen sie erzählen, daß die Konzertbesucher nur aus den neuen BL kommen?
"Der Fokus der Beschlussvorlage liege darauf, die Versammlungsbehörden sowie die Polizei zu schulen, um strikter die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole und das Zeigen von Hitlergrüßen zu ahnden."
(Quelle: MDR-Artikel siehe oben)
Als ob das nicht schon gemacht würde; siehe MDR-Artikel 'Juristisches Nachspiel für Neonazi-Bands':
"Zu dem Konzert waren rund 6.000 Neonazis aus ganz Europa ins südthüringische Themar gereist. Anschließend waren Filmaufnahmen aufgetaucht, die mehrere hundert Konzertbesucher beim Hitlergruß zeigten. Die diesbezüglichen Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen

12.06.2019 21:05 Peter W. 18

@16: mimimi - mehr fällt mir dazu eigentlich nicht ein. Warum sollte man nicht gegen Nazikonzerte vorgehen? Der Punkt ist eben einfach, dass es auf den von Ihnen so gebetsmühlenartig beanstandeten linken Konzerten (wenn überhaupt) nur einen minimalen Bruchteil von Straftaten gibt, im Vergleich zu Ihren ach so als harmlos hingestellten Naziaufläufen. Seien Sie doch einfach so ehrlich und sagen Sie, dass Ihnen die FDGO gegen den Strich geht und Sie viel lieber wieder gewisse alte Zeiten zurück hätten.

12.06.2019 20:33 aus Dresden 17

gegen "Rechtsrockkonzerte"?
Kann das ja verstehen und würde es auch begrüßen, wenn gegen Konzerte mit gewaltverherrlichenden Texten unabhängig vom politischen Gehalt und unabhängig von Empfehlungen des Bundespräsidenten Steinmeier vorgegangen würde.
Rechtsrock ist genauso wie Punk oder Rap einfach eine Musikrichtung, die man gut und gerne hören kann.

Und warum nur bei Rechtsrockkonzerten, aber nicht bei anderen Veranstaltungen die Einhaltung von Brandschutz- und Hygienevorschriften gründliche überwacht werden soll, weiß auch wohl auch nur der Sahnesonstwas-Fan Steinmeier.

12.06.2019 16:29 Dh 16

Wieso soll eigentlich immer gegen Rechts vorgegangen werden? Ich soll die Polzeieinsätze dann mit meinen Steuern bezahlen, obwohl ich das gar nicht will. Wen stören diese Konzerte und warum? "Feine Sahne Fischfilet" wird sogar vom BP empfohlen. Wer von den beiden Innenministern (Sachsen u. Thüringen) nimmt daran Anstoß? Das ist doch einfach pure Heuchelei. Man sollte lieber
statt dessen sogenannte Zuckerfeste verbieten. Zucker ist nämlich schändlich für die Gesundheit. Er fördert Karies und Diabetes. Das wäre doch ein triftiger Grund für ein Verbot. Oder?

12.06.2019 16:28 Querdenker 15

Zitat unter Bild: „Rechtsextremes Konzert in Ostritz.“

Und ich dachte erst, es handelt sich um eine Selbsthilfegruppe für Haarausfall?

Die Germanen und Kelten werden sich im Grab umdrehen, bei so einer „Haarkastration“ (siehe „wiki Langes Haar Westliche Kultur bis zum frühen 20. Jahrhundert“).

Auch Extremisten haben das Recht auf Versammlungsfreiheit laut Grundgesetz. Dem Bürger sollte nicht suggeriert werden, dass man derartige Versammlungen verbieten könnte. Auch bei einer Musikveranstaltung kann die Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung im Vordergrund stehen.

siehe „mdr Warum werden Rechtsrock-Konzerte nicht verboten?“

Zitat: „Dieses Grundrecht wird unabhängig davon gewährt, welche politischen Absichten der Veranstalter damit verfolgt. Den Behörden und den Gerichten ist es verwehrt, diese Absichten inhaltlich oder politisch zu bewerten. ...“

Extremisten sind der Bodensatz unserer Gesellschaft.

12.06.2019 16:01 DER STÜRMER 14

@ Nr. 9:

" D U M M E S V O L K "

Genau, das trifft es!

12.06.2019 14:09 MuellerF 13

Passendes Bild zum Thema- das war doch das Konzert, wo die Polizei die Flucht aus dem Festzelt ergriff, als sie & Journalisten mit vollen Bierbechern beworfen & einem Feuerlöscher besprüht wurden - allerdings war da von "scharfem Vorgehen" (immerhin nach "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte") NICHTS zu spüren! Und auch in Themar ließ man die Konzertbesucher ungehindert "abhitlern"... es entsteht der Eindruck, dass "scharfes Vorgehen" von der Polizei oft nur in Situationen zahlenmäßiger Überlegenheit angewendet wird.

12.06.2019 14:05 Fakt 12

>>na so was, #4:
"Leider, oder bewusst nicht genannt, wird hier der Verfasser dieses Beitrages."<<
--------
Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Die Quellenangabe steht unter dem Artikel. Eigentlich unübersehbar.

12.06.2019 13:37 Kirchenmitglied 11

@wwd (6), wo man fröhlich singt, da lass dich nieder. Böse Menschen kennen nur düstere Lieder.

12.06.2019 13:16 Paule 10

Aha, die Linken pinkeln Sekt, die Rechten unappetitliches Zeug und waschen sich keine Hände. In leichtverständliche Sprache übersetzt.

Mehr aus Sachsen