Mundart Die sächsischen Dialekte im Überblick

Thüringisch-Obersächsisch: In den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist es der am weitesten verbreitete Dialekt. Ursprünglich nur Thüringisch genannt, ist er heute umgangssprachlich - aber wissenschaftlich falsch - als Sächsisch bekannt. Die Sprachformen des "Meißner Kanzleideutsch" und das mittelhochdeutsche Wortgut bildeten die Schriftsprache Martin Luthers, welche als wesentliche Grundlage der hochdeutschen Sprache gilt.

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Uwe Steimle erklärt, welche unterschiedlichen Bedeutungen hinter dem sächsischen Wort "Kneppe" stecken.

MDR SACHSEN Do 07.08.2014 16:42Uhr 03:14 min

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Im Freistaat Sachsen gibt es mehrere Sprachräume in der Grobeinteilung: Das Meißnische, Osterländische (rund um Leipzig), Vogtländisch, Erzgebirgisch und Lausitzisch. Diese Verschiedenartigkeit hängt mit der wechselvollen Geschichte der Besiedlung Sachsens zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert, zusammen. Allerdings verschwimmen die Grenzen heute, da es im Freistaat kaum noch pure Sprachräume, Dialekte mehr gibt, die sich durch eindeutige Vokabeln und eine eigene Grammatik von der "Standardsprache" unterscheiden. Durch die verschiedenen sprachlichen Einflüsse, denen Kinder und Erwachsene beim Lernen von Sprache unterworfen sind, ergibt sich oft auch eine Mixtur aus Umgangssprache und Mundart. Eine klare Abgrenzung der gesprochenen Sprache und Mundart gibt es kaum noch, dennoch viele verschiedene Ausprägungen.

Obersächsisch-Meißnisch

Unterdialekte des Meißnischen Gegend in Sachsen
Nordmeißnisch Grimma-Döbeln-Riesa
Nordostmeißnisch Kleinraum um Lommatzsch-Großenhain
Westmeißnisch

(nimmt eine Zwischenstellung ein zwischen dem Nordmeißnischen und Südmeißnischen einerseits und dem Altenburgischen andererseits)
Mittweida-Röchlitz-Borna
Südmeißnisch Öderan-Frankenberg-Hainichen-Freiberg
Südostmeißnisch

(wurde wesentlich von Dresden beeinflusst und stimmt in manchen Erscheinungen auffällig mit dem ehemaligen Schlesisch überein)
Dresden, Dippoldswalde,

Meißen, Radeburg-Bad Schandau
Osterländische Groitzsch-Grimma-Strehla über

Leipzig-Eilenburg-Torgau, im heutigen Landkreis Nordsachsen