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MDR SACHSEN - Das Sachsenradio: Sachsen-Nachrichten um 18:00 Uhr

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Notrufe werden in Sachsen nicht immer angenommen

In mehreren sächsischen Städten können eingehende Notrufe nicht immer angenommen werden. Das ergaben Anfragen der Grünen an das Innenministerium. Danach werden in Dresden rund zehn Prozent der Notrufe nicht angenommen, Görlitz liegt nur knapp darunter. In Zwickau wurden im vergangenen Jahr sieben Prozent aller Anrufe nicht angenommen und in Leipzig waren es sechs Prozent. Das Innenministerum hatte in seinen Antworten eingeräumt, dass Anrufer zwar zurückgerufen werden sollten, das sei aber nicht immer möglich. Die Grünen fordern deshalb mehr Personal in den Notrufzentralen.


Grüne kritisieren Liste "gefährlicher Orte" in Sachsen

Die Grünen haben die Auswahl von 61 "gefährlichen" Orten in Sachsen kritisiert und als vollkommen willkürlich bezeichnet. Der Innenpolitiker Valentin Lippmann erklärte, es scheine, als sei die Einstufung ein bequemes Mittel, um dort nach Belieben Personenkontrollen durchführen zu können. Das sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Bürgerrechte. - In Sachsen gibt es nach Angaben des Innenministeriums in 15 Städten Orte, die als "gefährlich" einzustufen sind. Noch im Dezember waren es vier Städte. Neu auf der Liste ist unter anderem die historische Altstadt von Görlitz. - Im polizeilichen Sinne gilt ein Ort als gefährlich, wenn es Anhaltspunkte gibt, dass dort Straftaten verabredet, vorbereitet oder verübt werden oder sich Straftäter dort verbergen.


Weiter Streik bei Amazon in Leipzig

Auch nach dem Sonderverkaufstag Primeday dauert der Streik beim Internet-Händler Amazon in Leipzig an. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligen sich daran rund 400 Beschäftigte. Ziel sei es, die Abarbeitung der Bestellungen weiter zu verzögern. Nach Angaben von Amazon gibt es keine Verzögerungen, weil der größte Teil der Mitarbeiter normal arbeitet. - Die Gewerkschaft Verdi kämpft seit 2013 um einen neuen Tarifvertrag für die bundesweit rund 16.000 Beschäftigten des US-Händlers.


Verhandlungen bei Halberg Guss gehen weiter

In Frankfurt am Main gehen heute die Tarifverhandlungen über einen Sozialplan beim Autozulieferer Neue Halberg Guss weiter. In den vergangenen Tagen hatten es hessische Arbeitsgerichte in zwei Instanzen abgelehnt, den seit über einem Monat laufenden Ausstand per einstweiliger Verfügung zu stoppen. Die rund 2.200 Beschäftigten in Leipzig und Saarbrücken streiken seit Mitte Juni. Sie wollen unter anderem damit erreichen, dass im Fall von Entlassungen höhere Abfindungen gezahlt beziehungsweise Beschäftigungsgesellschaften eingerichtet werden. Das Leipziger Werk mit seinen rund 700 Mitarbeitern soll im kommenden Jahr geschlossen werden.


Mord wegen eines Autos: Fall geht vor den BGH

Der Mordprozess gegen ein Paar aus Zwickau geht in die nächste Instanz. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung legten Revision gegen das Urteil ein. Damit wird sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall beschäftigen. Das Landgericht Zwickau hatte es als erwiesen angesehen, dass der 20-Jährige den Mann im vergangen Jahr erstochen hatte, um an dessen Auto zu kommen. Anschließend hatte das Paar den Toten in Hessen in einen Fluss geworfen, wo der Leichnam später entdeckt worden war. Das Gericht verurteilte den 20-Jährigen nach Jugendstrafrecht zu neuneinhalb Jahren Gefängnis. Die minderjährige Freundin erhielt wegen Beihilfe eine Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung.


Geldstrafen für Präsident und Trainer von Erzgebirge Aue

Nach kritischen Äußerungen über den Schiedsrichter müssen Präsident Helge Leonhardt und Co-Trainer Robin Lenk vom Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue eine Geldstrafe zahlen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes verurteilte beide zu 2.000 beziehungsweise 1.000 Euro. In der für den Klassenverbleib wichtigen Partie bei Darmstadt hatte es mehrere Fehlentscheidungen gegen die Auer gegeben, unter anderen wurde ihnen ein klares Tor nicht anerkannt. Proteste gegen die Wertung des Spiels wurden abgewiesen.

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2018, 18:15 Uhr