Ab sofort hier: Alle Nachrichten aus Sachsen und den Regionen

Tastatur
Bildrechte: colourbox.com

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio: Sachsen-Nachrichten um 23:30 Uhr

Tastatur
Bildrechte: colourbox.com

Zunahme von hassmotivierter Gewalt in Sachsen

In Sachsen hat die hassmotivierte Gewalt aus dem rechten Spektrum in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zu diesem Ergebnis, bezogen auf die Jahre 2011 bis 2016, kommt eine Studie des Hannah-Arendt-Instituts in Dresden. Demnach war ein Schwerpunkt Dresden gefolgt von den Regionen Leipzig und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge. Mit deutlichem Abstand folgen Bautzen, Chemnitz und Zwickau. Nach Einschätzung der Forscher ist bei der hassmotivierten Gewalt entscheidend, welchen Einfluss Rechtsextreme in einer Region haben. In der Studie wird deshalb auch betont, dass Präventionsprogramme notwendig sind und Gewalttaten konsequent geahndet werden müssen.


Innenministerium: Mit Ländern über weitere Asylzentren im Gespräch

Das Bundesinnenministerium plant weitere sogenannte Ankerzentren für Migranten einzurichten, offenbar auch in Sachsen. Wie Staatssekretär Helmut Teichmann sagte, gebe es Gespräche mit mehreren Landesregierungen. Bis Ende Juni sollen neben Sachsen mit zwei weiteren Bundesländern Vereinbarungen erfolgen. Sachsens Innenminister Wöller hatte schon zu dem bereits bestehenden in Dresden zwei weitere Ankerzentren in Leipzig und Chemnitz angedeutet. Bislang gibt es derartige Einrichtungen noch in Bayern und im Saarland. - Das Wort "Anker" steht für Ankunft, kommunale Verteilung, Entscheidung und Rückführung.


Haftstrafen für fünfköpfige Planenschlitzer-Bande

Das Landgericht Chemnitz hat fünf Mitglieder der sogenannten "Planenschlitzer-Bande" zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten in verschiedenen Bundesländern die Abdeckung von Lastwagen aufgeschlitzt und Waren im Wert von rund 83.000 Euro erbeutet hatten. Die vier Männer und eine Frau wurden zu Haftstrafen zwischen zwei und sieben Jahre verurteilt.


Anklage nach Veröffentlichung eines Haftbefehls

Knapp acht Monate nach der Veröffentlichung eines Haftbefehls im Zusammenhang mit dem Chemnitzer Tötungsdelikt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen sächsischen Justizvollzugsbeamten erhoben. Demnach soll der 37-Jährige mit seinem Handy den Haftbefehl gegen einen Tatverdächtigen fotografiert und weitergeleitet haben. So habe er eine unkontrollierte Veröffentlichung ermöglicht. - Die Ermittlungen in diesem Fall gegen 16 weitere Bedienstete des Gefängnisses in Dresden wegen Verbreitung der Bilder wurden laut Staatsanwaltschaft eingestellt - in fünf Fällen wegen erwiesener Unschuld, die anderen mangels Beweisen.


Leisnig: Geburtenstation vorübergehend geschlossen

Die drei Kreissäle der Helios Klinik Leisnig bleiben vorübergehend geschlossen. Grund ist nach Angaben des Klinikums der Personalnotstand. Mehrere Hebammen seien krank oder selbst schwanger. Damit könnten nicht mehr alle Dienste abgesichert werden. - Anfang Mai soll die Geburtenstation wieder öffnen. Bis dahin müssen Schwangere auf umliegende Kliniken ausweichen.


Feierliche Rückgabe von Überresten indigener Australier

Sachsen gibt Gebeine aus der Kolonialzeit zurück. Wie das Kunstministerium mitteilte, handelt es sich um die sterblichen Überreste von indigenen Australiern. Sie stammten aus dem ethnografischen Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die Gebeine sollen am Abend in der australischen Botschaft in Berlin an Vertreter der Aborigines übergeben werden.

Zuletzt aktualisiert: 23. April 2019, 09:40 Uhr