Sächsischer Landtag AfD-Fraktion stellt sich neu auf

Der AfD-Politiker Jörg Urban ist neuer Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Sächsischen Landtag. Der 53-Jährige wurde am Donnerstag einstimmig gewählt. Zu weiteren Vorständen wurden André Wendt und Carsten Hütter bestimmt. Neuer Parlamentarischer Geschäftsführer ist André Barth.

Die Petry-Lücke geschlossen

Der bisherige Fraktionsvize Urban tritt damit die Nachfolge von Frauke Petry an, die nach der Bundestagswahl ihre Partei und auch die sächsische Landtagsfraktion wegen politischer Differenzen verlassen hatte. Ihr folgten bislang vier weitere AfD-Abgeordnete, darunter der der vormalige Generalsekretär und Parlamentarische Geschäftsführer Uwe Wurlitzer. Die nunmehr Fraktionslosen treten im Landtag gemeinsam als "Blaue Gruppe" auf.

Viel Arbeit für weniger Fraktionsmitglieder

Die damit noch aus neun Parlamentariern bestehende AfD-Fraktion sei trotz des Aderlasses arbeitsfähig, betonte Urban. Man werde auch in den kommenden Jahren beweisen, dass die AfD die einzige tatsächliche Opposition im Landtag sei. Dabei zählte er eine ganze Reihe von Schwerpunkten auf: innere Sicherheit, Asyl und Einwanderung, Bildung, erneuerbare Energien und der öffentlich-rechtliche Rundfunk.

Die sächsischen Bürger erwarten eine AfD-Opposition, die die verkrusteten politischen Verhältnisse aufbricht, und genau das wird die Fraktion liefern.

Jörg Urban AfD-Fraktionschef im Sächsischen Landtag

dpa/mdr/stt

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.10.2017 | Nachrichten | ab 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2017, 16:44 Uhr

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6 Kommentare

21.10.2017 12:26 Realist2014 6

Petry, die schon mal das Wort völkisch reaktivieren wollte, hat damals Lucke davongejagt und dies wurde allgemein als Rechtsruck gewertet. Da kann man sich ja denken, was mittlerweile in dieser Partei los ist, wenn Petry jetzt aus der AfD austritt, weil sie ihr zu weit nach rechts gerückt ist. Vielleicht hat ja auch die Geburt ihres Kindes zu einem gewissen Umdenken geführt?

20.10.2017 14:29 Janes 5

Die wollen sozusagen das Rad neu erfinden. Da kann man gespannt sein, was dabei raus kommen soll. Aber die AfD hat ja Übrung darin, jede noch so große Niederlage schön zu reden. Es wäre also anzuraten, dass die AfD erstmal ihre eigene Kruste der Selbstgefälligkeit und Lethargie aufbricht und langsam mal mit der politischen Arbeit anfängt. Sollte man als Bürger nach 3 Jahren erwarten dürfen.

20.10.2017 14:17 Mizzi 4

Jochen:"Lange wird es diese AfD nicht mehr geben. Gut so."
Weil Kretschmer denen die Themen geklaut hat ?

20.10.2017 12:59 jochen 3

Lange wird es diese AfD nicht mehr geben. Gut so.

20.10.2017 12:29 O-Perler (1. V.) 2

@1. (......): Was wollen Sie denn? Die AfD ist in einer doppelten Minderheitenrolle; sowohl als Opposition als auch als Gegner des Parteienkartells (um nicht das häßliche Wort von den Blockparteien zu verwenden). Und so wird auch doppelt quergeschossen. Wenn Sie es wirklich wissen wollen, dann können Sie die parlamentarische Arbeit der Fraktion auf deren Netzseiten ergründen. Ich mutmaße aber, daß Sie daran aber eher kein Interesse haben werden.

19.10.2017 20:10 Wann geht es los? 1

"Die sächsischen Bürger erwarten eine AfD-Opposition, die die verkrusteten politischen Verhältnisse aufbricht, und genau das wird die Fraktion liefern." Stellt sich die Frage, was die AfD Fraktion die letzten drei Jahre geleistet hat. Aber zum Glück will man ja nun liefern.