Eine Frau schliesst ihre rote Bluse, darunter sieht man ihren BH.
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03.06.2019 | 14:00 Uhr BH-Mode-Trend: Ganz viel Spitze

Für die meisten Damen ist er unverzichtbar, der Büstenhalter, auch BH genannt. Eine Erfindung übrigens aus Dresden. Hoch hebe und lebe er also, der BH. Denn was wären die Frauen ohne ihn? Er gibt der Fülle die Hülle, bringt die Oberweite wohlgerundet in Form. Und damit das so ein Büstenhalter schafft, muss er mit Bedacht ausgewählt werden. Natalie von Mildenstein hat versucht, dem Körbchen-Schema auf die Spur zu kommen.

Eine Frau schliesst ihre rote Bluse, darunter sieht man ihren BH.
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In Dessous-Geschäften findet man sie: Die Welt verführerischer Unterwäsche aus Satin und Seide, mit Schleifchen, Spitze und was nicht alles. "Wenn man das erste Mal was richtig Schönes gekauft hat, dann gibt’s kein Zurück mehr. Dann muss man sich immer wieder neue schöne Sachen kaufen", sagt eine fast 70-jährige Kundin in einem kleinen feinen Dessous-Laden in Dresden. Sie hat nie aufgehört sich gut sitzende und hübsche Dessous zu kaufen.

Seit die Dresdnerin Christine Hardt 1899 den Büstenhalter zum Patent angemeldet hat, gibt es sie in den unterschiedlichsten Varianten. Michaela Binder ist eine der Inhaberinnen eines Fachgeschäftes fürs Feine darunter in Dresden und sagt: "Kaum einer kann sich vorstellen, wie viele verschiedene Schnittformen es bei den BHs gibt. Wir können bei 65 anfangen und wir können bis 120er Umfang haben. Wir finden in allen Größen etwas Passendes für die Dame.“

Der erste BH - ein gutes Stück aus Sachsen Die Dresdnerin Christine Hardt hatte 1899 das erste deutsche Büstenhalterpatent angemeldet - eine Revolution. Von Beruf war Christine Hardt Masseuse und Lehrerin für Heilgymnastik. Sie wollte, dass die Frauen raus aus dem Zwang des Korsetts kommen.

So muss der BH sitzen

Eine Frau schliesst ihr BH.
Muss richtig sitzen - der BH Bildrechte: Colourbox.de

Der Aufbau des Büstenhalters ist seit damals ähnlich geblieben. Veränderungen finden meist vorn in den Körbchen statt. Die Auswahl ist groß. Wie aber kommt jede Frau an den passenden BH? "Ich brauche einen BH, der gut sitzt, der aber auch in die Situation passt. Möchte ich was zeigen, möchte ich eine gute Form haben?", sagt die BH-Expertin.

Als Faustregel rät die Dessous-Fachfrau: Wenn sich der BH an der lockersten der drei Ösen gut an Ihren Körper schmiegt, passt er und hat die richtige Größe. Wichtig ist, dass der Bügel um die Brust geht. Wenn der nicht straff sitzt, wenn der nicht hält, rutscht der BH im Rücken hoch. Und: Die Träger müssen richtig eingestellt sein.

Wenn Hersteller aus unterschiedlichen Ländern am Werk sind, hat die Passform so ihre Tücken. Wer sich etwas Gutes tun möchte, sollte ruhig ins Fachgeschäft gehen, sich Zeit nehmen und dann genießen und schauen, was es alles gibt.

Was liegt im BH-Trend?

Dessous-Fachfrau Michaela Binder hat einen heißen Tipp für den Mode-Trend in diesem Jahr: Ganz viel Spitze, auch für die reifere Frau, ist wieder modern. Und die darf auch mal rausblitzen. "Der Mann darf ruhig sehen, was man da so hat", sagt Michaela Binder. Und am Ende soll es gar nicht so sehr um die Anderen gehen, sondern vielmehr darum, die verborgene Schönheit selbstbewusst für sich selbst zu genießen.

Quelle: MDR/in

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.06.2019 | 10-13 Uhr

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2 Kommentare

03.06.2019 14:57 B 2

sehr schöner BH , aber leider eben auch safftige Preise , kann sich leider nicht jedert leisten.

03.06.2019 14:21 Isabel Bannehr 1

Leider gibt es in Sachsen kaum noch Fachgeschäfte die Miederwaren führen.
Fündig wurde ich in Bad Schlema, dort gibt es einen Laden in der Kurpassage, der auch noch die Marken ehemaliger DDR-Hersteller führt.
Ich bin total begeistert und habe mich ganz sehr über die Beratung und die riesengroße Auswahl gefreut.