06.06.2019 | 15:45 Uhr Hitzeschutz für Hund, Hamster & Co.

Ein Hund erfrischt sich an einem Springbrunnen 5 min
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Was für eine Hitze in dieser Woche! Alles sucht nach Schatten. Wir trinken viel und der Körper schützt sich durch Schwitzen. Tiere sind dazu nicht in der Lage. Was können wir denen Gutes tun? MDR SACHSEN hat mit Tierarzt Dr. Jörg-Peter Popp gesprochen.

Hunde und Katzen können nicht schwitzen. Sie haben keine großen Schweißdrüsen. Dadurch staut sich die Wärme. Nur im Bereich des Nasenspiegels haben sie ein paar Schweißdrüsen und im Bereich der Füße. Deshalb riechen zum Beispiel Hunde- und Katzen-Füße nach Schweiß.

Dr. Jörg-Peter Popp | Tierarzt

Hunde hecheln, wenn sie schwitzen …

… und das ist ein sehr anstrengender Vorgang, der viel Energie kostet und dadurch kann es zu Überhitzungen kommen, sagt Dr. Popp. Auch Tiere sollten an heißen Tagen viel trinken, rät der Fachmann: "Das geht den Tieren, wie den Menschen".

Welche Tiere sind am hitzeempfindlichsten?

Nagetiere sind am hitzeempfindlichsten - Hasen, Hamster und Meerschweinchen. Die bekommen bei Temperaturen über 30 Grad schnell einen Hitzekollaps. Wenn es so heiß ist, sollte man die Tiere gar nicht rauslassen, rät Dr. Popp. Gut ist es, einen Ventilator aufzustellen, der aber nur indirekt auf die Tiere gerichtet sein sollte. Wichtig ist eine gewisse Luftzirkulation zur Abkühlung.

Symbolbild, Ein Hund sitzt bei heissen Temperaturen im Auto.
Keine gute Idee: Hunde an heißen Tagen längere Zeit in Autos zurücklassen. Bildrechte: imago/Rene Traut

Katzen sind intelligent. Sie gehen von sich aus in den Schatten. Hunde sind dagegen Rudeltiere. Sie versuchen sich dem Menschen anzupassen. Wenn wir im Schatten sind, suchen sie den auch. "Wenn Tiere überhitzt sind, wird ihnen schwindelig. Die Zunge ist hochrot und sie können sogar erbrechen", spricht der Tierarzt aus Erfahrung.

Dr. Popp empfiehlt bei heißen Temperaturen ab und zu ein feuchtes Handtuch über den Hund zu legen. Dabei fühlen sich die Hunde relativ wohl. Aufpassen sollte man auch dringend beim Transport von Hunden in überhitzten Autos. Wenn die Klimaanlage aus ist, heizt sich das Auto in wenigen Minuten auf über 40 Grad auf. Lassen Sie auch bei einem kurzen Weg Ihren Hund im Hochsommer nicht im Auto allein zurück. Dem Tier droht ein Hitzekollaps.

Quelle: MDR/in

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.06.2019 | 10-13 Uhr

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