Leere Kirchenbänke in der Kirche des Marienwallfahrtsortes der katholischen Sorben und des Bistums Meißen Rosenthal bei Ralbitz-Rosenthal.
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19.07.2019 | 16:28 Uhr Weiter Mitgliederschwund bei Kirchen in Sachsen

Leere Kirchenbänke in der Kirche des Marienwallfahrtsortes der katholischen Sorben und des Bistums Meißen Rosenthal bei Ralbitz-Rosenthal.
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Die katholische und die evangelische Kirche in Sachsen verlieren weiter Mitglieder. In der evangelisch-lutherischen Landeskirche waren es Ende 2018 nach eigenen Angaben noch 677.000. Das sind knapp 12.800 weniger als im Jahr zuvor. Gründe dafür waren die demografischen Entwicklung, aber auch mehr Austritte als 2017. Landesbischof Carsten Rentzing sprach angesichts der Zahlen von einer persönlichen Herausforderung, umso leidenschaftlicher für das Evangelium einzutreten.

Sächsische Katholiken häufige Kirchgänger

Im katholischen Bistum Dresden-Meißen sank die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr um gut 620 auf 141.700, wie die Deutsche Bischofskonferenz am Freitag bekanntgab. Auch hier gab es einen Anstieg bei den Austritten. Das gleiche gilt für das kleinste deutsche Bistum Görlitz. Allerdings sorgte vor allem ein Zuzug aus Polen dafür, dass die Mitgliederzahl dennoch um 200 auf knapp 29.700.

In Sachsen sind rund 3,5 Prozent der Bevölkerung katholisch. Aber sie sind fleißige Kirchgänger. Während im Bundesdurchschnitt 9,3 Prozent der Katholiken im vergangenen Jahr die Sonntagsmesse besuchte, waren es im Bistum Dresden-Meißen 15 Prozent und im Bistum Görlitz sogar 16,8 Prozent - der Spitzenwert im Vergleich aller Bistümer.

Quelle: MDR/stt/epd/kna

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.07.2019 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

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3 Kommentare

20.07.2019 21:27 Freiheit 3

Das hat sich die Kirche mit ihren Sprachrohren schön selbst eingebrockt! Genau wie die Politik ist sie weg vom Menschen.

Da kann der Pfarrer auf Ortsebene nichts mehr richten. Das Auftreten der Kirchenoberhäupter wollen die Menschen halt nicht mehr finanzieren. Die Spenden auf Ortsebene kommen ja noch!

20.07.2019 12:05 Siegfried 2

ist das ein Wunder , nein die hängen sich doch in jeder Scheiße mit rein, was denen garnichts angeht , weiter so , der liebe Gott ist in Ordnung würd aber mit seinem Bodenpersonal auch die Schnauze voll haben .

19.07.2019 22:42 Maria A. 1

Es ist die Mainstreamhörigkeit der Kirchenoberen, die zum Zweifel vieler langjähriger Christen an weiterer Zugehörigkeit führte. Man hört intern seit etlichen Jahren viel Kritik und es sind nur wegen ihres unverbrüchlichen Glaubens nicht noch mehr Beitragszahler verloren gegangen. Was letztens Bedford-Strohm von sich gab hinsichtlich des Anschaffens eines Rettungsschiffes im Mittelmeer aus Kirchenmitteln, dürfte leider der seit Jahren angespannten Stimmung in vielen Kirchgemeinden nicht gerade zuträglich sein.

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