Ein Handwerker schneidet Fliesen
Bildrechte: IMAGO

13.09.2019 | 16:58 Uhr Rekordhoch bei offenen Lehrstellen in Sachsen

Ein Handwerker schneidet Fliesen
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In Sachsen gibt es zu Beginn des Ausbildungsjahres noch mehr als 6.200 offene Lehrstellen. Das seien so viele wie nie zuvor, teilte die sächsische Regionalagentur für Arbeit am Freitag mit. Zugleich wies sie darauf hin, dass auf der anderen Seite 3.450 Jugendliche noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben. Für jeden von ihnen gebe es einen Platz und Chancen, betonte Agenturchef Klaus-Peter Hansen und mahnte die betroffenen Jugendlichen zugleich, dies auch zu nutzen.

Schüler von Berufsausbildung überzeugen

Doch selbst wenn alle Suchenden vermittelt würden, blieben mehr als 2.700 Lehrstellen unbesetzt. Besonders rar sind Lehrlinge in Berufen wie Fleischerei- oder Bäckereifachverkäufer, Mechatroniker für Kältetechnik, Versicherungsfachmann oder Fleischer. Die Arbeitsagentur will deshalb mehr Jungen und Mädchen von einer dualen Berufsausbildung zu überzeugen. Dafür sind seit Beginn des Schuljahres die Berufsberater an den Oberschulen und Gymnasien unterwegs, um Schüler ab der siebten beziehungsweise ab der neunten Klasse über die vorhandenen Möglichkeiten informieren.

Beratung vor Ort und im Internet

Ziel ist laut Hansen eine flächendeckende wöchentliche Berufsberatung an allen sächsischen Schulen. Zudem verwies der Agenturchef auf neu entwickelte Online-Angebote für die Berufswahl. Hier könnten Jugendliche mobil mit dem Smartphone ausprobieren, welche Berufe zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passten.

Quelle: MDR/stt/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.01.2019 | 17:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2019, 16:58 Uhr

8 Kommentare

Jana vor 5 Tagen

Ja jetzt müssen sie Azubis die noch keine Stelle haben schlicht und ergreifend flexibel sein und sich eventuell auf eine der offenen Stellen bewerben.

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind aktuell so gut wie nie. Wer das jetzt nicht nutzt, der ist selbst schuld. So mancher scheint sich ja in seiner warmen durch den Staat bezahlten Wohnung pudelwohl zu fühlen und kann sich Arbeit shcon gar nicht mehr vorstellen.

Mediator vor 5 Tagen

Sie haben von einem Versagen unserer Regierung geredet weil es offene Ausbildungsstellen gibt, die trotz vorhandener Flüchtlinge nicht besetzt werden können. So ein bisschen Kritik an den Flüchtlingen selbst schwingt da doch mit, zumal sie nicht hinterfragen, warum die Deutschen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben scheitern. Aber liegt in Bezug auf die Flüchtlinge überhaupt ein Versagen vor, oder hat die Regierung es im Gegenteil sogar geschafft immer mehr Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung zu bringen? Simone hat ihnen vermutlich deshalb die Frage gestellt, ob es ein Versagen der Regierung vorliegt, nur weil es immer noch Deutsche gibt die arbeitslos sind, oder ob diese Deutschen die keine Arbeit finden einen Mangel (Faulheit) aufweisen, der sie daran hindert sich selbst zu ernähren. Ach ja: Auch was die Arbeitslosigkeit angeht hat die Regierung nicht versagt. In 2005 lag die Arbeitslosenquote im Osten bei ca. 19% und aktuell bei ca. 6%.

Mediator vor 6 Tagen

Tja, wenn Betriebe keine Lehrlinge mehr finden und mehr Stellen offen sind als es AZUBIS gibt, dann kann man wohl von Fachkräftemangel sprechen.

Man muss schon ganz schön blöd sein, wenn man sich da als Land nicht "aufhübscht" um junge Menschen aus anderen Teilen Deutschlands oder dem Ausland nach Sachsen zu locken.

Wenn ein Maler keine Azubis mehr findet und seine Gesellen nach und nach in Rente gehen, dann ist der Betrieb dicht mit allen Konsequenzen für die Arbeitsplatzsituation und die Verfügbarkeit von Dienstleistungen. In so einer Situation Migration abzulehnen, insbesondere dann, wenn die Migranten in Deutschland ausgebildet wurden, ist kontraproduktiv.

Sich darüber beschweren, dass das eigene Dorf überaltert und ausstirbt, aber jedem Fremden feindselig gegenüber zu treten verträgt sich halt nicht miteinander.

Das Durchnittsalter OST hat ja seit 1990 um 8,4 Jahre zugenommen. Im Westen lediglich um 4,5 Jahre. Wie will man diesen Trend stoppen ohne junges Blut?

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