13.12.2019 | 18:16 Uhr 2.600 Schüler in Sachsen ohne Hauptschulabschluss

Schüler im Klassenraum
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In Sachsen haben im vergangenen Jahr rund 2.600 Schüler die Schule ohne einen Hauptschulabschluss verlassen. Sie hatten den Notenschnitt und die Prüfungen am Ende der 9. Klasse nicht geschafft. Laut Statistischem Bundesamt lag Sachsen damit bei einer Quote von 8,7 Prozent und befand sich im Ländervergleich im Mittelfeld. Wie ein Sprecher des Kultusministeriums MDR SACHSEN sagte, ist ein Vergleich aber schwierig, da in Sachsen auch Schüler aus Förderschulen in der Statistik enthalten sind - anders als in anderen Bundesländern.

Zweiter Bildungsweg als Chance

Kultusminister Christian Piwarz warb für die Möglichkeit, den Abschluss an einer der sechs Abendoberschulen im Land nachzuholen. Derzeit lernten rund 900 Männer und Frauen an einer solchen Einrichtung. Seit dem Schuljahr 2001/02 hat sich die Zahl der Absolventen laut Ministerium nahezu verdoppelt. Auch mit einem Berufsvorbereitungsjahr könne der Hauptschulabschluss nachgeholt werden, so Piwarz. Davon machten derzeit rund 3.400 Schüler Gebrauch - etwa die Hälfte schaffe einen Hauptschulabschluss.

Insgesamt verfügen laut Kultusministerium 96 Prozent aller 20-30-jährigen Sachsen über einen Schulabschluss. Deutschlandweit seien es rund 95 Prozent.

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN- Das Sachsenradio | 13.12.2019 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2019, 18:16 Uhr

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