10.04.2020 | 12:57 Uhr Osterbotschaften: Kretschmer und Kirchenvertreter bitten um Geduld in der Krise

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, und der evangelische Landesbischof Tobias Bilz haben eine gemeinsame Videoansprache an die Sachsen verfasst. In den Ansprachen standen die Corona-Krise und ihre Auswirkungen im Mittelpunkt. Alle drei riefen dazu auf, in dieser schwierigen Zeit standzuhalten.

Drei Männer stehen vor einem Altar.
Bildrechte: SACHSEN FERNSEHEN

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in seiner Osterbotschaft weiter um Geduld, Verständnis und Engagement gebeten. In einer Videobotschaft an die Sachsen sagte er, das Leben stehe überall auf der Welt still, um "diesen schwierigen Virus" besiegen zu können. Er sei "dankbar für die Geduld, für die Disziplin, die ich überall spüre." Kretschmer bittet darum, das auch in den kommenden Ostertagen genauso zu leben. Zugleich bedankte er sich bei der Staatsverwaltung, den Pflegediensten und allen "die zupacken, die helfen und mitmachen."

Timmerevers: Österliche Hoffnung

Heinrich Timmerevers, Bischof des Bistums Dresden-Meißen, betonte, wie schmerzhaft es sei, gerade jetzt Familien nicht zusammenführen zu können: "Wir merken an dieser Situation der Corona-Krise, wie sehr der Mensch doch verwundbar ist. Es betrifft uns alle." Die Menschen müssten in der Nähe, die sie suchten, Abstand halten. Dabei stelle er aber fest, dass sie eine neue Aufmerksamkeit füreinander entwickelten. Timmerevers sagte weiter: "Es ist meine österliche Hoffnung, mein Wunsch, dass wir in dieser schwierigen Zeit, wo wir in Krise stehen, auch erfahren können, dass etwas Neues anfängt, neues Leben möglich wird."

Bilz: "Es geht weiter"

Auch der evangelische Landesbischof Tobias Bilz wies in seiner Ansprache auf Ostern als Fest der Hoffnung hin. "Wir beschäftigen uns mit Jesus Christus und hoffen, dass wir durch den Bruch, in dem wir jetzt sind, hindurchgehen und etwas Neues beginnt", sagte Bilz. Er rief zum Standhalten auf: "Ich wünsche Ihnen und mir selbst genauso, dass wir jetzt sagen, für den Moment muss es so sein, wie es ist. Aber es geht weiter."

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.04.2020 | 09:00 Uhr in den Nachrichten

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