Geert Mackenroth (CDU), Mitglied des Sächsischen Landtags
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Jahresbericht des Ausländerbeauftragten Ausländeranteil in Sachsen bleibt auf niedrigem Niveau

Sachsens Ausländerbeauftragter Geert Mackenroth ist für Ankerzentren, für Wiedereinreiseverbote und schnelle Abschiebungen. Damit die Menschen, die keine Bleibeperspektive haben, Klarheit bekommen, sagte er am Montag in Dresden, wo er seinen Jahresbericht 2017 vorstellte.

von Arnd Groß

Geert Mackenroth (CDU), Mitglied des Sächsischen Landtags
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Wie viele Ausländer leben aktuell in Sachsen?

Im vergangenen Jahr lebten dem Bericht zufolge rund 4,1 Millionen Menschen in Sachsen, darunter 4,4 Prozent Ausländer beziehungsweise 178.000. Das ist ein leichter Anstieg von 0,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016. Aus dem Bericht geht auch hervor, wo die meisten Ausländer leben: in den drei großen Städten, Chemnitz, Dresden und Leipzig. Im Vergleich der Bundesländer liegt Sachsen auf einem niedrigen Niveau. In Bayern und Nordrhein-Westfalen zum Beispiel liegt der Ausländeranteil bei gut zwölf Prozent und in Hessen bei 15 Prozent.

Grafik aus dem Ausländerbericht Sachsen 2017.
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Wie hat sich die Zahl der Asylanträge entwickelt?

Die Zahl der Asylanträge ist gegenüber dem Vorjahr 2017 deutlich gesunken. Unter den gut 8.500 Anträgen waren über 1.100 Folgeanträge aus dem Vorjahr. Die meisten Antragsteller stammen aus Syrien, Libyen, Georgien, Irak, Russland und Eritrea.

Grafik aus dem Ausländerbericht Sachsen 2017.
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Wie viele Abschiebungen gab es?

Es gab im vergangenen Jahr auch wieder Tausende ausreisepflichtige Ausländer, die in Sachsen gelebt haben. Eine genaue Zahl nannte Mackenroth nicht. In dem Bericht steht aber, wie viele Betroffene das Land verlassen haben: gut 2.260. 922 von diesen Menschen wurden abgeschoben, die meisten in den Kosovo, nach Tunesien und Albanien.

Grafik aus dem Ausländerbericht Sachsen 2017.
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Welche Zahlen gibt es von der Härtefallkommission?

Der Ausländerbeauftragte ist auch Mitglied der sächsischen Härtefall-Kommission. Die Kommission befasst sich mit Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wurde oder die keinen Aufenthaltstitel mehr besitzen. Die Zahl der behandelten Härtefälle ist 2017 gestiegen. Es ging um 161 Fälle, darunter mehr als 70 Kinder.

Wer als Ausländer eine positive Empfehlung von der Härtefall-Kommission bekommt, kann damit rechnen, vom sächsischen Innenminister einen Aufenthaltstitel zu bekommen. Der Ausländerbeauftragte nennt in seinem Bericht eine Erfolgsquote von 62 Prozent.

Welche Bilanz zieht der Ausländerbeauftragte?

Geert Mackenroth kritisierte bei der Vorstellung seines Berichts in Dresden, dass die Integrationsbemühungen, die Sachsen viel Geld kosteten, nicht objektiv messbar seien. Er forderte ein Monitoring, um zu sehen, wie Integration wirklich funktioniert. Außerdem forderte der Ausländerbeauftragte die Landesregierung dazu auf, die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsbetreuung besser zu unterstützen. Er regte eine Hotline ein, bei der sich Ehrenamtliche schnell über rechtliche Fragen informieren können. Ähnliches könne er sich auch für die Wirtschaft vorstellen, so Mackenroth.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 25.06.2018 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2018, 13:23 Uhr

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28 Kommentare

28.06.2018 11:41 Ekkehard Kohfeld { selbst ernannter Jesus,Ziegelstein,MDR Donald [ (X) Notorischer Lügner ] } 28

@ 27 Trump Mal ehrlich: Gegen wen hetzen sie hier und vor allem warum? Machen ihnen 24 tausend Flüchtlinge in einem 4 Millonen Land wirklich Angst?##Ja lieber Donald wenn nach Statistik alle Erwachsenen illegale Einwanderer Straftäter sind und sogar mehrfach oder wo kommen die hohen Ausländeranteile in den JVA,s her da soll man sich noch wohlfühlen?In welchem Elfenbeinturm mit rosa Fenstern leben sie eigentlich? Oder sind sie ein Bewohner im Tal der Ahnungslosen?"Justizvollzugsanstalt Heinsberg: Ausländeranteil in JVA hat sich verdoppelt"„Ausländeranteil in JVA Rottweil sehr hoch“Ausländer in deutschen Gefängnissen kosten jährlich 600 Mio. Euro - WELT Hessens Justizminister Wagner fordert erleichterte Abschiebung krimineller Straftäter in ihr Heimatland. Ausländeranteil in U-Haft bis zu 60 Prozent JVA Dortmund akut überfüllt – 50 % Ausländer - rundblick-unna##Nur einige wenige Beispiele wie schaffen die das mit so wenigen?

26.06.2018 22:24 Mediator an Menthox (21) 27

Können sie erläutern, warum es per se gut sein soll, wenn wenige Ausländer in einer Gesellschaft leben? Eine stramme Behauptunt ist ja noch kein Argument und lässt höchstens Rückschlüsse auf Teile ihres Charakters zu.

Vielleicht ist es ihnen entgangen, aber ohne Ausländer läuft in Deutschland nichts mehr! Das liegt nicht daran dass diese Menschen Dinge per se besser können, sondern schlicht und ergreifen daran, dass es nicht genügend qualifizierte Deutsche für viele Aufgaben gibt und einige dazu auch noch unwillig sind für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. In der Pflege lacht man sich über Rassisten inzwischen schlapp, die sich nicht von einem Ausländer pflegen lassen wollen. Jede Pflegestation ist inzwischen multikulturell aufgestellt und das ist auch gut so, denn auch viele alte Menschen haben inzwischen einen ausländischen Background.

Mal ehrlich: Gegen wen hetzen sie hier und vor allem warum? Machen ihnen 24 tausend Flüchtlinge in einem 4 Millonen Land wirklich Angst?

26.06.2018 20:27 Mediator an mare nostrum(23) 26

Machen sie sich mal keine Sorgen! Bei gut 4 Millionen Einwohner wird sich das kleine Sachsen sicher keine Sorgen darüber machen müssen, dass es plötzlich Millionenstädte auf seinem Gebiet existieren.

Man muss schon ziemlich viel fremdenfeindlichen Kleister auf seinen Brillengläsern haben wenn man der Meinung ist man könne einen Stadtbezirk wie Neuköln, der immerhin über 330 tsd Einwohner hat mit einem einzigen Wort beschreiben. Ich nehme nicht an, dass sie sich erlauben würden ganz Dresden über einen Kamm zu scheren. Vielleicht ist es ihnen noch nicht aufgefallen, aber Argumente haben sie nicht gebracht.

26.06.2018 20:25 Eulenspiegel 25

Hallo Susi 22
Also sie bauschen hier mit aller Gewalt etwas auf nur weil da ein paar Flüchtlinge herumlaufen. Sie vergessen die Gefahren durch die Neonazi. Die gibt es ja auch. Ach ja da sind ja in der Regel nur Flüchtling von betroffen. Die allgemein Gefahrenlage hat sich durch die Flüchtlinge nicht signifikant verschlechtert. Man sieht es sehr deutlich was hier läuft. Sobald ein Straftat publiziert wird kommt sofort die Frage nach der Nationalität. War es ein Deutscher dann hat er ganz bestimmt eine Migrationshintergrund. Und wenn das auch nicht zutrifft dann ist der ganze Fall ab sofort uninteressant.

26.06.2018 19:45 Mediator an Susi(22) 24

Liebe Susi,
aus 4,4% werden auch nicht mehr Ausländer, nur weil sie behaupten diesen ständig zu begegnen und ständig Ärger mit ihnen zu haben.
Vollends lächerlich wird ihre Behauptung, wenn sie diese gegen Asylbewerber richten. Der Freistaat Sachsen gibt die Zahl der in Sachsen lebenden Asylbewerber mit 24 tsd an. (Stand 31.3.18). Wollen sie ernsthaft behaupten, dass sie wegen eines Bevölkerungsanteils von 0,58% Flüchtlingen nicht mehr in die Stadt gehen können?
Auch die Lüge, dass sich die Sicherheitslage angeblich verschlechtert wird durch ständige Widerholung nicht besser. Die Gesamtzahl der Straftaten ist so niedrig wie schon lange nicht mehr, so dass Frau von Storch sich diese Zahlen für ein BBC Interview erst mühsam und nachweislich falsch zurechtbiegen musste um weiter die Story vom drohenden Untergang reiten zu können.
Pikant ist, dass laut den Zeitreihen des BKA die Höchstzahlen von Mord- und Totschlag kurz nach der Wiedervereinigung lagen. Wer ist also hier gefährlich?

26.06.2018 18:14 mare nostrum 23

Wir brauchen kein Frankfurt M., Köln, Berlin, Neukölln usw. in Sachsen!

26.06.2018 17:52 Susi 22

@ 1 9 / 2 0 ja das stimmt kleine Gruppe , so das man nicht mal mehr Abends in die Innenstadt gehen kann, so das jetzt für unsere Kinder im Freibad Sicherheitspersonal angeschafft wird, soll ich weiter aufführen wird aber zu lang, klasse unrealistiche Kommentare , aber leider, leider von euch nichts anderes zu erwarten !! ihr s. ja nunmehr bei vielen User sehr bekannt !!

26.06.2018 17:42 Menthox 21

Der Ausländeranteil in Sachsen liegt bei nur 4,4%. Um das mal mit Herrn Wowereit's Worten zu kommentieren: "Und das ist gut so!"
Wobei man hierbei wirklich unterscheiden muss ob vietnamesische Gemüsefrau, russischer Autofritze, griechischer Gastwirt oder arabische bzw. afrikanische Asylbegehrer gemeint sind.

26.06.2018 16:37 Eulenspiegel 20

Hallo Susi
Der gute Mann tut nur seine Arbeit. Aber sie sollten mal lernen die Realitäten so zu sehen wie sie nun mal sind. Uns nicht so wie sie das gerne hätten. Auch wenn es weh tut.

26.06.2018 16:18 Mediator 19

Wenn man sich die von manchen hier oft diskutierte Überfremdung Sachsens grafisch vor Augen führt, dann wird klar, dass hier ganz großer Unsinn von sich gegeben wird.

SSSSSSSSSS SSSSSSSSSS SSSSSSSSSS SSSSSSSSSS SSSSSSSSSS SSSSSSSSSS SSSSSSSSSS SSSSSSSSSS SSSSSSSSSS SSSSSS AAAA

Man muss sich fragen, was die Sachsen für Memmen sind, wenn sie sich von solch einer kleinen Gruppe an Ausländern in ihrer Kultur oder gar Existenz bedroht fühlen.

Wenn man dann in Betracht zieht, dass die Gruppe der Flüchtlinge nur einen Bruchteil der Ausländer in Sachsen ausmacht, dann wird vollends klar, dass gewisse Menschen hier zu massiven Übertreibungen neigen.

Dass manche Parteien hier zu bewussten Überdramatisierungen neigen und auch durch keinerlei Fakten zu deckende Lügen verbreiten, dass wurde Frau von Storch von correctiv.org erst wieder klar gemacht, als sie bei der BBC dreiste Falschbehauptungen aufstellte.

Es wird Zeit wieder mehr auf Fakten und weniger auf Bauchgefühle zu geben.

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