Bundesweite Beschränkungen Sachsen passt Corona-Schutzverordnung zum harten Lockdown an

leere Friseursalon
Ein leerer Friseursalon Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das sächsische Kabinett hat seine Corona-Schutzverordnung an die Bund-Länder-Vereinbarungen für den deutschlandweiten harten Lockdown angepasst. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping gab am Dienstag die Änderungen bekannt. Sie treten am 16. Dezember in Kraft.

Die wichtigsten Anpassungen im Überblick:

  • Lockerungen der Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten gelten nur vom 24. bis 26. Dezember und wurden in der Anzahl verringert. Erlaubt sind Treffen des eigenen Hausstandes mit vier weiteren Personen aus dem engsten Familien- und Freundeskreis (Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerade Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige). Kinder bis zum 14. Geburtstag werden nicht mitgezählt, die Zahl der Hausstände ist nicht begrenzt, der 15-Kilometer-Bewegungsradius gilt nicht für die An- und Abreise der Gäste.

  • Alle Teilnehmer der weihnachtlichen Treffen sollten in den vorangehenden fünf bis sieben Tagen ihre Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränken, um die Infektionsgefahr zu verringern – so die dringende Empfehlung der Landesregierung.

  • Silvester gibt es keine Ausnahme von den Corona-Kontaktbeschränkungen (maximal fünf Personen aus maximal zwei Hausständen, Kinder bis zum 14. Geburtstag nicht mitgezählt). Die Kommunen dürfen sogar strengere Regeln erlassen.

  • Der Verkauf von Silvesterfeuerwerk ist verboten. Dies wird vom Bund geregelt. Bereits vorhandene/gekaufte Pyrotechnik darf allerdings - im privaten Rahmen - gezündet werden.

  • Friseurgeschäfte müssen geschlossen bleiben

  • Der Großhandel für Gewerbetreibende darf weiter öffnen.

  • Gewerbetreibende dürfen in Baumärkten einkaufen, Privatleute nicht.

  • Die Liste systemrelevanter Tätigkeiten bei der Kindernotbetreuung wird um Bestatter und Schwangerenkonfliktberatungen erweitert.

  • In Alten- und Pflegeheimen sowie bei ambulanten Pflegediensten sind künftig regelmäßige Corona-Tests für das Personal vorgeschrieben, möglichst zweimal pro Woche. In anderen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens (z. B. Krankenhäuser und Reha-Kliniken) werden regelmäßige Tests für die Beschäftigten zweimal wöchentlich empfohlen.

Diese und die bereits am 14. Dezember in Kraft getretenen anderen Regelungen der sächsischen Corona-Schutzverordnung gelten mindestens bis zum 10. Januar 2021. Eine mögliche Verlängerung wollte Sozialministerin Köpping nicht ausschließen. Dies wäre auf jeden Fall besser als ein ständiger Wechsel von Lockerungen und Verschärfungen.

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenrradio | 15.12.2020 | 15:00 Uhr in den Nachrichten

18 Kommentare

lukahai vor 4 Wochen

Ganz toll empfinde ich, dass Kretschmer seine eigene Unfähigkeit und die seiner Regierungs-Mitstreiter nun versucht, auf die bürger abzuwälzen! Sien Drohton ist unerträglich! Was wurde nach der 1. Welle getan? Nichts, zumindest nicht viel! Man hat regelrecht verschlafen, sich wirksam auf die zweite Welle vorzubereiten. Nun kommt man auf die Idee, provisorische Lüftungsanlagen in Schulen zu installieren, viel zu spät! Zum Glück hatten wir bisher keinen harten Winter. Ansonsten wären die Kniebeugen und Hände klatschen, von der Kanzlerin empfohlen, sicher keine wirksame Methode zur Erwärmung der Schüler! Was ist weiterhin mit LernSax? Es funktioniert nicht, versagt auf allen Linien! Natürlich sind nun Hacker daran Schuld! Warum wurden die Grenzen zu Tschechien nicht geschlossen, als dort die Infektionszahlen wieder exhorbit anstiegen, dort ein Lockdown ausgerufen wurde? Aber nein, die Tschechen strömten zum Einkauf über die Grenze! Verständlich, aber nicht gut für Sachsen!

martin123 vor 4 Wochen

Wer redet denn immer davon, die Schwächsten zu schützen? Wir die Bürger machen das, was macht die Politik?
Lockdown wird von Politik als Alibi benutzt um die eigenen Fehler zu vertuschen. Angeblich Leben retten und viele Existenzen vernichten. Wenn Corona überhaupt was Gutes hat, dann das , das die sogenannten Entscheider völlig versagen.

martin123 vor 4 Wochen

Jetzt dreht der MP aber mächtig am Rad. Was will er denn noch verschärfen? Vor jede Haustür Polizisten stellen, dass keiner mehr raus kommt? Herr MP Sie haben völlig die Kontrolle verloren. Nicht falsch verstehen, ich stehe zu 100% zu den Regeln und versuche andere auch davon zu überzeugen. Selbst das Weihnachtsfest haben wir der Situation angepasst. Sie sehen, die ach so bösen Bürger machen schon mit . Aber sie versagen auf ganzer Linie. Meinen sie im Ernst, dass Drohungen weiter helfen? Machen Sie mal einen Kurs für Führung und Motivation. Ganz schlimm, wie sie sich präsentieren.

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