Nach Ausreisesperren Sachsen zahlt zwei Millionen Corona-Zuschüsse für Grenzpendler

Tschechische Polizisten stehen zur Einreisekontrolle auf einer Straße an der tschechischen Grenze.
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Sachsen hat in der Corona-Pandemie bislang fast 1.500 Berufspendler aus Tschechien und Polen mit insgesamt rund 2,14 Millionen Euro unterstützt. Der Zuschuss von 40 Euro pro Nacht sei seit Ende März an 918 Pendlerinnen und Pendler aus Polen und 553 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Tschechien ausgezahlt worden, teilte die sächsische Landesdirektion am Dienstag in Dresden mit.

Soforthilfen können noch bis Ende August beantragt werden

Mit der Soforthilfe sollte es Berufspendlern aus den beiden sächsischen Nachbarländern, die im Freistaat im medizinischen oder im Pflegebereich arbeiten, ermöglicht werden, weiterhin ihrer Arbeit in Deutschland nachzugehen.

Wegen der Corona-Pandemie hatten Polen und Tschechien zeitweise Ausreisesperren verhängt, die auch für Berufspendler keine Ausnahmen vorsahen.

Die Präsidentin der Landesdirektion, Regina Kraushaar, sagte, es sei außerordentlich wichtig gewesen, die Versorgung der Bevölkerung in so wichtigen Bereichen wie der Pflege auch während der Corona-Beschränkungen aufrechtzuerhalten. Die Soforthilfen können demnach noch bis Ende August rückwirkend für den Zeitraum 26. März bis 31. Mai bei der Landesdirektion beantragt werden. Für Ehepartner oder Kinder von betroffenen Beschäftigten werden 20 Euro pro Nacht ausgezahlt.

Quelle: MDR/dk/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.08.2020 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

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