Vor Treffen im Kanzleramt Kretschmer vor Corona-Gipfel gegen Verschärfung von Auflagen

Michael Kretschmer
Regierungschef Kretschmer ist gegen strengere Corona-Vorschriften und setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Vor dem nächsten Corona-Gipfel der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zeichnet sich keine einheitliche Linie ab. Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Sachsen, Reiner Haseloff und Michael Kretschmer, widersprachen in der "Bild am Sonntag" Forderungen nach Verschärfungen. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sagte der Zeitung, er setze auf Freiwilligkeit statt Zwang. "Ich setze auf die Eigenverantwortlichkeit der Menschen, die sich jetzt im Herbst verstärkt disziplinierter verhalten werden und müssen."

Kommunen für Teilnehmerbegrenzung bei Privatfeiern

Dagegen wollen die Kommunen eine bundeseinheitliche Höchstgrenze für Teilnehmer an privaten Feiern. Das Robert-Koch-Institut sieht in privaten Zusammenkünften den Hauptgrund für den derzeitigen Anstieg der Infektionszahlen. Der nächste Bund-Länder-Gipfel zum Thema Corona ist für Dienstag geplant. Im Vorfeld hatte die Nationalakademie Leopoldina angesichts steigender Infektionszahlen verbindliche einheitliche Regeln von der Politik gefordert.

Städte- und Gemeindebund für schärfere Maskenpflicht

Der Städte- und Gemeindebund schloss sich Forderungen nach maximal 50 Teilnehmern bei privaten Feiern an. Er forderte zudem bundesweit eine Verschärfung der Maskenpflicht. Das Tragen solle überall dort vorgeschrieben werden, wo im öffentlichen Raum der Abstand nicht eingehalten werden könne, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dies könne etwa Weihnachtsmärkte oder belebte Plätze betreffen und solche Orte, wo die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohnern überschritten werde.

Quelle: MDR/AFP/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.09.2020 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

38 Kommentare

Armin C. vor 4 Wochen

@peter1

Soll das jetzt Ihr Ernst sein oder Ironie? Dann wäre eine Kennzeichnung nicht schlecht. Und bei MAN konnte er leider nichts bewirken, der gute Mann,
ob nun mit oder ohne Schal,
der letzte Rest des einst bedeutenden Industriestandortes Plauen ist nun auch noch futsch samt den verbliebenen 150 Arbeitsplätzen :-( :-( :-(

Grosser Klaus vor 4 Wochen

Die Situation ist kritisch aber nicht hoffnungslos, wie zu Beginn der Pandemie schon.
Statistik seit je her kein absoluter Wert, sondern Beleg für irgend eine These die es zu untermauern gilt. Sag mir was du brauchst, ich bastle dir die Statistik dazu felsenfest und mathematisch nachvollziehbar. Die Zahlen stimmen, allein an der Interpretation und dem Blickwinkel hängt es.

Grosser Klaus vor 4 Wochen



Offensichtlich hat die Regierung Daten, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Ich schlage vor, sie legt diese offen, damit wir verstehen können, warum aktuell diese Verschärfungen notwendig ein sollen.
Meine persönliche Meinung zum Zahlenwerk von Frau Merkel ist, dass Sie für Ihre Konferenz mit den Landesfürsten Druck aufbauen will. Die Ministerpräsidenten sollen womöglich mittragen, dass der Souverän nochmal stärker an die Kandare genommen werden soll. Dafür reichen die Zustimmung von Herrn Söder und Herrn Hans allein nicht aus.
Ich hoffe, dass die ostdeutschen Ministerpräsidenten, Herr Haseloff, Herr Ramelow und Herr Kretschmer, standhaft bleiben

Mehr aus der Landespolitik

Mehr aus Sachsen