15.07.2020 | 09:15 Uhr Sachsen: Minister Piwarz will Lehrer für digitalen Unterricht nachschulen

Schüler einer 5. Klasse lernen mit iPads im Englischunterricht
Schüler nutzen im Unterricht ein Tablet (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will Sachsens Kultusminister Christian Piwarz die Lehrer besser für den Online-Unterricht schulen. Start solle im September sein, sagte Piwarz im Interview in der MDR SACHSEN-Radiosendung "Dienstags direkt". Details nannte er dabei noch nicht.

Digitaler Unterricht müsse mehr sein, als einen Text in PDF-Format per E-Mail zu verschicken, betont der CDU-Politiker. Es gehe um Videokonferenzen und Webinare, in denen Schülern der Lehrstoff vergleichbar nähergebracht werden kann, wie sonst im Präsenzunterricht im Klassenzimmer.

Piwarz: Lehrer können nicht zur Weiterbildung verpflichtet werden

Piwarz sagte, er könne die Unzufriedenheit von Schülern, Eltern und Lehrern über die Defizite in den vergangenen Monaten verstehen. Allerdings hätten sich auch viele Lehrer stark engagiert, so der Minister. Junge Lehrer hätten in der Ausbildung oft schon digitale Wissenvermittlung gelernt und diese nun angewandt.

Ältere Lehrer können aber nach Angaben des Ministers nicht zu Weiterbildungen verpflichtet werden. Im Öffentlichen Dienst gebe es eine solche Möglichkeit nicht.

Piwarz kündigte auch an, die Schulen besser ausstatten und damit Gelder aus dem Digitalpakt des Bundes einsetzen zu wollen. Wann die 33.000 Lehrer im Freistaat mit Dienstcomputern ausgestattet werden, dazu wollte der Minister mit Verweis auf die Finanzlage noch keine Angaben machen. Völlig unklar bleibt auch, bis wann alle Schulen an leistungsfähiges Breitbandnetz angeschlossen sein werden.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.07.2020 | 20:00 Uhr Dienstags direkt

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