23.04.2020 | 10:22 Uhr Wirtschaftsminister Dulig fordert vom Bund Nachbesserungen bei Kurzarbeitergeld

Eine leere Kneipe
Minister Dulig kündigt Fahrplan für schrittweise Kneipenöffnungen an. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben sich auf ein weiteres milliardenschweres Hilfspaket in der Corona-Krise verständigt. Unter anderem hat der Koalitionsausschuss beschlossen, das Kurzarbeitergeld aufzustocken - ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 Prozent, ab dem siebten Monat dann auf 80 Prozent des Nettolohns.

Für Haushalte mit Kindern sind 77 beziehungsweise 87 Prozent vorgesehen. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig begrüßt das am Mitwochabend in Berlin Beschlossene, sieht aber für Ostdeutschland noch Nachbesserungsbedarf.

Dulig: Nachbesserungen beim Kurzarbeitergeld nötig

In Sachsen gebe es besonders viele Menschen mit niedrigen Löhnen, weil viele Unternehmen nicht tarifgebunden seien, so der Wirtschaftsminister. Deshalb seien Nachbesserungen notwendig. In der Pflicht sieht Dulig den Bund, für den Freistaat wäre eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes "eine Nummer zu groß".

Bundeseinheitliche Regelungen für Gastronomie

Für die Gastronomie erarbeite Sachsens Regierung schon "Fahrpläne", wie schrittweise eine Wiederöffnung möglich sein könnte, sagte Dulig. Die beschlossene vorübergehende Mehrwertsteuersenkung auf sieben Prozent helfe den Gastronomen nur dann, wenn sie auch tatsächlich Umsatz machen.

Dennoch spricht sich Dulig dafür aus, dass Entscheidungen nur im Abstimmung mit dem Bund getroffen werden sollen.

Quelle: MDR/lam/in

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.04.2020 | 08:20 Uhr

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