27.02.2020 | 17:32 Uhr Sachsens Gesundheitsministerin: Bitte keine Panik wegen Corona

Petra Köpping
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Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping hat davor gewarnt, wegen der Ausbreitung des Corona-Virus Sars-Cov-2 in Panik zu verfallen oder Panik zu verbreiten. Die SPD-Politikerin bekräftigte im Gespräch mit MDR SACHSEN nochmals, im Freistaat gebe es einen klaren Plan für den Ernstfall, alle zuständigen Stellen, darunter Gesundheitsämter, Ärzte und Krankenhäuser, seien vorbereitet. Zudem gebe es einen ständigen Austausch mit bereits betroffenen Bundesländern, um von deren Erfahrungen im Umgang mit Infektionsfällen zu lernen.

Ruhe bewahren und Hände waschen

Köpping betonte, ein Husten oder grippeähnliche Symptome allein seien noch kein Anzeichen für eine Corona-Infektion. Nur wenn sich Betroffene kurz vor den Anzeichen in einem Infektionsgebiet aufgehalten oder zu einer Person aus einer Verdachtsregion Kontakt gehabt hätten, sollten sich telefonisch an einen Arzt oder das Gesundheitsamt wenden. Diese würden dann weitere Schritte absprechen.

Das wichtigste sei auch hier, Ruhe zu bewahren. Wer sich vor einer Infektion schützen wolle, solle die für jede Grippe-und Erkältungswelle geltenden Hygieneregeln einhalten, so Köpping – also beispielsweise nicht jedem Menschen die Hand geben und sich bei häufigen Kontakten entsprechend oft die Hände waschen oder desinfizieren.

Entwarnung bei Verdachtsfällen im Landkreis Meißen

Die Gesundheitsministerin betonte, dass es in Sachsen bisher weder einen bestätigten Verdachtsfall noch eine nachgewiesene Covid-19-Erkrankung gegeben habe. Bisher wurde nur bei sieben Sachsen eine Ansteckung vermutet, die sich aber nicht bewahrheitete.

Für die drei Verdachtsfälle aus dem Kreis Meißen gab das Landratsamt am Donnerstag endgültig Entwarnung. Wiederholte Tests bis zum Ende der Inkubationszeit seien allesamt negativ ausgefallen, hieß es auf Anfrage von MDR SACHSEN. Damit werde die häusliche Quarantäne für die drei Kreuzfahrtpassagiere aufgehoben. Sie könnten sich ab Freitag wieder frei bewegen.

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Ein Arzt in Schutzkleidung untersucht einen Mann.
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Modell Coronavirus
Das Modell eines Coronavirus. Bildrechte: imago images/ZUMA Wire

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 27.02.2020 | 19:00 Uhr

6 Kommentare

Sachse14442 vor 39 Wochen

Daß kommt davon, wenn man solche "Fachminister" auf Ämtern hievt, die sich nicht einmal ausfüllen können, geschweige denn mehr Ahnung haben als jeder andere Laie.

zenkimaus vor 40 Wochen

Herrlich keine Panik. Erzählen sie das bitte den Medien und anderen. Erste Schlagzeile auch beim MDR Corona Virus. Corona Virus, Corona Virus. Nächste Schlagzeile Corona Virus. Nächste Wie schütze ich mich vor Corona. Nächste Wieviele Menschen sind am Corona erkrankt und so weiter und so weiter

Frank L. vor 40 Wochen

"Ruhe bewahren und Hände waschen" klingt ja wahnsinnig überzeugend. Insgeheim hofft man wohl immer noch das diese Virus unauffällig an DE vorbeigehen möge. Für mich sind solche Aussagen ein Beweis dafür ,das man absolut keinen Plan hat, zumal man weis das in DE in zehn Tagen kein Krankenhaus gebaut werden wird. Sollte die Situation wie in China aus dem Ruder laufen, dann gute Nacht....

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