Politik Katja Kipping zieht sich vom Bundesvorsitz der Linken zurück

Parteivorsitzende Katja Kipping (Die Linke) haelt ihre Rede
Bildrechte: IMAGO

Nach acht Jahren an der Spitze der Linkspartei wird Katja Kipping nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren. Das hat die 42-jährige Dresdnerin in einem Brief an ihre Partei mitgeteilt. Co-Chef Bernd Riexinger wollte den Schritt Kippings am Freitagabend auf dpa-Anfrage nicht kommentieren und äußerte sich auch nicht zu seiner eigenen Zukunft. Er kündigte aber eine eigene Erklärung für Samstagmorgen an.

Es sei an der Zeit, nach dem Bundesparteitag im Herbst in Erfurt etwas Neues zu beginnen, schrieb Kipping demnach, ohne ihre Pläne konkreter zu benennen. Sie wolle künftig "verstärkt in der Gesellschaft Brücken bauen für einen sozial-ökologischen Aufbruch, für neue linke Mehrheiten", hieß es weiter.

Heute mache ich transparent, dass ich bis zum Parteitag voll Leidenschaft als Parteivorsitzende tätig bin, doch in Erfurt nicht erneut als Parteivorsitzende kandidiere.

Katja Kipping Vorsitzende Die Linke

Gemeinsam mit Bernd Riexinger hatte Kipping den Parteivorsitz im Jahr 2012 übernommen. Laut Satzung soll kein Parteiamt länger als acht Jahre durch dasselbe Mitglied ausgeübt werden.

Lebenslauf Katja Kipping Katja Kipping wurde am 18. Januar 1978 in Dresden geboren, machte hier ihr Abitur und studierte von 1997 bis 2003 Slavistik/Amerikanistik/Rechtswissenschaft an der TU Dresden

1998 ist sie in die PDS eingetreten, von 1999 bis 2003 war sie Stadträtin in Dresden. 1999 bis 2005 saß sie im Sächsischen Landtag, im Juli 2003 wurde sie stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei.PDS. 2005 wurde sie in den Bundestag gewählt, 2012 übernahm sie den Vorsitz an der Parteispitze

Quelle: MDR/dk/AFP/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.08.2020 | 18:00 Uhr in den Nachrichten

9 Kommentare

alter dynamo fan vor 8 Wochen

Die Linke hat immer noch Altkader aus DDR Zeiten in ihren Reihen und hat sich nie für die Mauertoten öffentlich entschuldigt !!! Außerdem kann man ihnen Kompetenz in Sachen Wirtschaft nicht zutrauen . Kipping ist eine Nervensäge . Da lobe ich mir Sara Wagenknecht die ihre einstige radikale linke Politik korrigierte und einen äußerst hohen gebildeten Sachverstand besitzt und das auch von sich gibt .

Chemnitzer vor 8 Wochen

Gibt es auch eine Übergabe? Dann bitte die Misere der Rentner, die jetzt in Altenheimenca.1800 Euro zuzahlen sollen an erste Stelle der Aufgaben stellen. Das kann doch nicht wahr sein, dass die Kasse ca.1300 Euro Pflegegeld zahlt und die alte Oma bis knapp ca. 3000 Euro zu schustern muss. Das müsste Priorität haben, sonst ....müssen die Omas und Opas den Staat anbetteln, weil sie nicht so viel Rente haben. Und was das erst in Zukunft wird...Ist so unwürdig.

Erichs Rache vor 8 Wochen

Katja Kipping weiß bis heute das der Staastvertrag vom 18. Mai 1990 über eine Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion GEBROCHEN wurde. Das hat bis heute tiefgreifende sozale und gesellschaftliche Folgen. Eine davon wird sein, das die gesetzliche Rentenversicherung demnächst nicht mehr "funktionieren" wird. Eine andere hat Tafeln erst möglich gemacht....
Frau Kipping war nich "Manns" genug, dies als Politikerin "abzuwenden". Sie hat dem ganzen Treiben TATENLOS zugeschaut!

Mehr aus der Landespolitik

Mehr aus Sachsen