16.08.2019 | 14:32 Uhr Köpping und Pistorius kandidieren für SPD-Vorsitz

Auf der Suche nach einem neuen SPD-Vorsitz hat ein weiteres Bewerberpaar seinen Hut in den Ring geworfen. Und das zweite mit sächsischer Beteiligung. Wie am Freitag bekannt wurde, kandidiert Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping zusammen mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius für den SPD-Vorsitz. Sie wollen sich am Sonntag zu ihrer Bewerbung äußern.

Dulig hat Köpping ermuntert

Sachses SPD-Vorsitzender Martin Dulig zeigte sich erfreut über Köppings Entscheidung. Er habe sich Gedanken gemacht, wer die SPD führen könnte und welche Ostdeutschen für eine Doppelspitze geeignet wären. "Daher habe ich Petra Köpping gefragt, ob sie für den Parteivorsitz kandidiert. Es ist ein herausragendes Zeichen, dass sie ihre Bereitschaft erklärt hat", so Dulig in einer Mitteilung. Pistorius und Köpping hätten als ehemalige Oberbürgermeister und Landrätin "den kommunalen Stallgeruch, der einer SPD an der Spitze sehr gut tun wird."

Die Bundespolitik hat in den vergangenen Jahren einen einseitigen Westblick gehabt. Mit Petra Köpping in einer Doppelspitze würde sie den Blick einer engagierten Kämpferin für den Osten bekommen. Einer Kämpferin mit Klarheit und Haltung.

Martin Dulig SPD-Vorsitzender Sachsen

Neben Köpping hat aus Sachsen auch der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens erklärt, für das Amt des SPD-Vorsitzenden zur Verfügung zu stehen. Er bewirbt sich gemeinsam mit der Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange. Insgesamt haben inzwischen fünf Paare sowie zwei Einzelbewerber Interesse an der SPD-Spitze angemeldet. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 1. September.

Quelle: MDR/dpa/cb/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.08.2019 | 11:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 16.08.2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2019, 14:32 Uhr

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6 Kommentare

17.08.2019 13:48 B 6

@ 4 fairness ja aber nicht mit dieser total untegehenden Partei von 4 % ! heute gibt es nur noch wer will gerne weiter sein Geld vom Steuerzahler in tausende behalten ohne was zu bringen, so sieht es aus in D.

17.08.2019 05:54 The Sentinel 5

Das kommt mir langsam vor wie ein Kasperle Theater, wenn man sich die Halbwertzeit der letzten Parteivorsitzenden mal anschaut, dann kann einem "DAS KALTE GRAUSEN" überkommen.

Gibt es noch wirkliche Sozialdemokraten?

Seit Schröder ist doch nur noch jeder auf seinen eigenen Vorteil bedacht.

Schröder verlangte mit dem Ganoven Hartz der Bevölkerung vieles ab.
Dann kam mal einer aus Brüssel, der auch nicht genug bekommen konnte.
Dann gab es auch noch die erste Frau an der Spitze, die allen anders denkenden eine auf die Fresse hauen wollte.

Da stelle ich mir die Frage, wie soll und wird es weitergehen???
mit der alten Dame SPD???

Wann beendet man endlich das Berufspolitiker - Dasein??

Nach spätestens zwei Wahlperioden ist Schluss, dann ist man nur noch Parteimitglied.
Dann sind die "Führungskräfte" verschlissen.

Warum wird nicht einfach mal jemand aus dem Parteivolk der oder die Vorsitzende ?

Braucht der Herr Scholz für sein Ego nun auch noch den Parteivorsitz?
Viel Glück

16.08.2019 16:01 M. Engler 4

Frau Köpping könnte ich mir sehr gut vorstellen an der Parteispitze, aber sie kommt ja aus dem Osten und auch noch aus Sachsen. Hoffentlich ist das kein Problem.
Ich wünsche ihr viel Glück, obwohl ich kein SPD Wähler bin. Fairness untereinander haben wir früher noch gelernt.

16.08.2019 15:21 REXt 3

Ein Sprung in die Offensive, ist manchmal hilfreich.Oder sollte man sagen die „Ratten“ verlassen das sinkende Schiff?

16.08.2019 13:28 Bingo 2

Fr.Köpping eine Karriere von der SED (bis 1989) zum Vorsitz der SPD ?? Mich wundert hier garnichts mehr. Diese Partei, hat ihr Vertrauen verspielt...

16.08.2019 11:00 Susanne Ebling 1

Eine tolle Idee! Glückwunsch an Frau Köpping, die schafft das mit der Fünfprozenthürde. Alles Gute auf dem Weg dorthin!

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