30.01.2020 | 16:26 Uhr Landtag: Keine Einigkeit bei Schulgeld

Eine Frau und zwei Kinder basteln.
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Christin Melcher
Grünen-Abgeordnete Melcher befürwortet die schulgeldfreie Berufsausbildung. Bildrechte: Grüne Fraktion Sachsen / Elenor-Breusing

Ein Thema der Ausbildungs-Debatte im Landtag war das Schulgeld, das Auszubildende bestimmter Berufsgruppen zahlen müssen. Die Ausbildungsgebühr für Erziehungsberufe wurde kürzlich abgeschafft. "Alle Kosten der Ausbildung, auch die Ausbildungsvergütung, werden über einen Ausgleichsfonds auf Landesebene finanziert", erklärte Wirtschaftsminister Dulig. Über die Frage, ob alle Azubis künftig schulgeldfrei lernen sollten, herrscht unter den Koalitionsparteien keine Einigkeit. Grünen-Politikerin Christin Melcher verlangt, auch schnell das Schulgeld bei Pflegeberufen zu streichen. "Wir müssen die Angebote für Studenten und Azubis angleichen." Laut den Zahlen der Industrie- und Handelkammer sei der Abwärtstrend bei den abgeschlossenen Lehrverträgen gestoppt, so Melcher.

Für CDU-Mann Holger Gasse führt eine generelle Abschaffung von Schulgeld zu "Verwerfungen – auch durch freie Träger". Man dürfe nur da eingreifen, wo durch Schulgeld ein Fachkräfte-Mangel entstehe. Wie groß der Fachkräftemangel ist, und dass noch einiges verbessert werden müsse, betonte der SPD-Abgeordnete Henning Homann.

Bis 2030 fehlen in Sachsen 300.000 Fachkräfte. Unsere Wirtschaft wird sich ohne Fachkräfte, ohne die junge Generation nicht entwickeln können.

Henning Homann (SPD)

Quelle: MDR/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 30.01.2020 | 19:00 Uhr

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