Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU)
Bildrechte: SMUL/Atelier Klemm

11.04.2019 | 19:35 Uhr Umweltminister Schmidt will High-Tech-Landwirtschaft

Auch in der Landwirtschaft hält die moderne Technik immer mehr Einzug. Drohnen, Roboter und der 5G-Mobilfunk eröffnen neue Möglichkeiten. Diese Chancen möchte die sächsische Landesregierung nutzen.

Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU)
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Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) setzt auf die Digitalisierung. Er erhofft sich dadurch spürbare Verbesserungen beim Klima- und Naturschutz. Leichtere Maschinen etwa verringerten in der Landwirtschaft den Bodendruck, Drohnen brächten Pflanzenschutzmittel zielgenau zu einzelnen Pflanzen, zählte er bei einer Fachregierungserklärung  am Donnerstag im Landtag auf. Moderne Technik zur Früherkennung können den Einsatz von Arzneimitteln bei Nutztieren verringern, spezifische Düngung dem Umwelt- und Naturschutz helfen. In den vergangenen 30 Jahren habe sich die Umwelt in Sachsen verbessert, "wie es 1989 kaum vorstellbar war", sagte er. Allerdings räumte Schmidt auch ein: "Die Digitalisierung ist kein Allheilmittel." Man müsse die Dinge auch selbst verstehen und technische Entwicklungen in die gewünschten Bahnen lenken, so Schmidt.  

Oppostion: Umweltpolitik ist Handarbeit

Die Linke-Umweltexpertin Jana Pinka nannte die Vorstellungen des Ministers dagegen eine "Roboterlandschaft". Umweltpolitik sei Handarbeit. Die Grundwasser-Verunreinigung etwa mit Nitrat gehe auf die Kappe von Schmidts Partei CDU, die das Landwirtschaftsministerium seit 1990 führe, sagte sie während der Debatte. Dem Birkhuhn sowie auch diversen Insekten sei es zu DDR-Zeiten besser gegangen. Kritik übte auch der Umweltsprecher der Grünen, Wolfram Günther. Fast ein Viertel des Grundwassers sei zu stark mit Nitrat belastet, zudem sei Sachsen einer der größten CO2-Verursacher Europas. Lediglich der ökologische Landbau habe sich positiv entwickelt. Mit einem Anteil von 6,4 Prozent bewege er sich jedoch auf einem niedrigen Niveau, so Günther.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.04.2019 | 08:00 Uhr in den Nachrichten

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