25.12.2019 | 10:36 Uhr Sachsen verbeamtet mehr Lehrer

Sachsen hat dieses Jahr bisher 5.200 Bestandslehrkräfte und 350 neue Lehrer verbeamtet. Knapp 600 Anträge seien noch offen, teilte das Kultusministerium auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Damit hätten mehr als 80 Prozent der Antragsberechtigten die Möglichkeit genutzt.

Das seien deutlich mehr, als aufgrund von Erfahrungen in anderen Bundesländern erwartet wurde. Zudem hätten durch die Verbeamtung deutlich weniger junge Lehrkräfte nach Ausbildungsende den Freistaat verlassen. Dennoch gibt es laut Ministerium weiter zu wenige Bewerber. Künftig sollen im Rahmen von Neueinstellungen jährlich rund 1.000 Lehrer verbeamtet werden. Die Möglichkeit dazu gibt es erst seit diesem Jahr.

Ein leeres Klassenzimmer. 8 min
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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.12.2019 | ab 9 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 25. Dezember 2019, 10:36 Uhr

2 Kommentare

Bernd1951 vor 13 Wochen

Wie drastisch die Situation für die Gewinnung von Lehrern in Sachsen ist, zeigt die "plötzlich" genutzte Möglichkeit die Lehrer, die jünger als 42 Jahre sind zu verbeamten. Auch wenn man sich das Hintertürchen aufgehalten hat, diese Maßnahme 2023 noch einmal zu überprüfen. Ich glaube nicht einmal die Abgeordneten der CDU einschließlich des Finanzministers glauben, dass das 2023 abgeschafft werden kann. Die Frage ist, warum man erst so spät aufgewacht ist und das Problem nicht schon eher angepackt hat. Mir tun nur die Lehrer leid die jetzt (2019) die Altersgrenze vielleicht nur ganz knapp überschritten haben und als Angestellte ihre Altersrente beziehen. Und das obwohl ich weiß, dass Lehrer als Angestellte auch nicht gerade schlecht entlohnt werden. Ich vermute, dass die erst jetzt einsetzende Verbeamtung als Lehrer rein haushalttechnische Gründe hat, weil ein pensionierter Beamter dem Freistaat auch nach Ende seiner Tätigkeit dem Landeshaushalt noch viel Geld kostet.

Gerald vor 13 Wochen

Nur weil man jetzt ein Beamter ist, ist man noch lange nicht ein besserer Lehrer! Da gehört mehr dazu!

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Sparschwein 3 min
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Seit 30 Jahren kein Nachtragshaushalt, keine Schulden - das war finanzpolitisch die heilige Kuh in Sachsen - bis jetzt. Denn wegen der Corona-Krise ist das nicht zu halten, wie Uta Deckow berichtet.

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