01.01.2020 | 19:25 Uhr | Update Kretschmer: "Miteinander statt übereinander sprechen"

In seiner Neujahrsansprache fordert Ministerpräsident Kretschmer zu respektvollem Miteinander und einem positiven Blick in die Zukunft auf. Die Ansprache wurde diesmal in Freiberg aufgezeichnet - ein Novum.

Ministerpräsident Michael Kretschmer
Bildrechte: MDR SACHSEN/Götz Walter

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wirbt in seiner Neujahrsansprache für Respekt und Anstand untereinander. Den Schlüssel dafür sieht er in guter Bildung. Der Freistaat werde darin noch mehr investieren, kündigte der Regierungschef an. "Damit aus unseren Kindern und Jugendlichen Menschen werden, die ihr Umfeld und dieses Land mit ihren Ideen und Fähigkeiten prägen."

Neue Staatsregierung mit zahlreichen Vorhaben

Der Freistaat wolle in den kommenden fünf Jahren zusätzliche Polizisten einstellen, mit einer Landarztquote für mehr Ärzte im ländlichen Raum sorgen und jeden Ort an schnelles Internet anbinden. Familien und Ehrenamt werde die neue Landesregierung stärken, verspricht der Ministerpräsident - ausdrücklich dankte er in seiner Rede allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement für das Gemeinwohl. Auch Unternehmerinnen und Unternehmern sollen laut Kretschmer Unterstützung erfahren, indem sie von Bürokratie entlastet werden. Zwar schaffe der Staat selbst keine Arbeitsplätze, aber er könne zusammen mit Unternehmen Innovationen voranbringen.

Das Erzgebirge nennt der CDU-Politiker als Beispiel für eine starke, zukunftsfähige Region. Hier hätten sich die Menschen über Jahrhunderte immer wieder neu erfunden. Dafür hatte die sächsisch-böhmische Bergbauregion kürzlich einen Welterbetitel erhalten. Das sei eine großartige Sache für ganz Sachsen, sagt Kretschmer.

"Alte Elisabeth" in Freiberg statt Staatskanzlei in Dresden

Seine Anerkennung für den Bergbau und dessen Einfluss auf die Entwicklung Sachsens zum Industrieland drückt der Ministerpräsident auch mit der Wahl des Ortes für seine diesjährige Ansprache aus. Sie wurde in der Bergbauanlage "Alte Elisabeth" in Freiberg aufgezeichnet - ein Novum in der Geschichte der Neujahrsansprachen, die sonst immer in Dresden aufgenommen wurden. Um Michael Kretschmer hatten zehn Bergleute der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft Aufstellung genommen. Vor und nach der Aufzeichnung nahm sich der Ministerpräsident Zeit für Gespräche.

Die will der Regierungschef auch weiter mit den Bürgerinnen und Bürgern führen. "Nutzen Sie diese Möglichkeit", sagt Kretschmer. "Es ist immer besser, miteinander als übereinander zu sprechen."

Die vollständige Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten sendet der MDR am 1. Januar um 18:06 Uhr im Radio bei MDR SACHSEN – Das Sachsenradio und um 19:25 Uhr im MDR FERNSEHEN nach dem MDR SACHSENSPIEGEL.

Quelle: MDR/jr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 01.01.2020 | 18:06 Uhr
MDR FERNSEHEN | 01.01.2020 | 19:25 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Januar 2020, 19:25 Uhr

85 Kommentare

Marko vor 7 Wochen

Der soll lieber mal gegen die linksradikalen vorgehen. Ein Mensch musste notoperiert werden. Eine Entschuldigungen Fehlanzeige. Bundestags Abgeordnete verteidigt das auch noch. Wieso sitzen solche Leute auf unsere Kosten im bundestag ? Immunität aufheben Anklagen und Verurteilung. Mal sehen ob dich ein Staatsanwalt findet. Diese Relativierung ist unerträglich.

Guter Schwabe vor 7 Wochen

@Ines W. : … Regieren bedeutet sich an der Realität orientieren und Kompromisse mit anderen zu finden. …
Gleich zu Beginn des Jahres so nen Brüller.
Erklären Sie bitte mal wo die Regierung sich an der Realität orientiert.
In Deutschland wohl eher nicht.
Erst recht nicht in Sachsen.

sh. vor 7 Wochen

Vermutlich wissen Sie, wie man Ihren Ausführungen entnehmen kann, wenig bis gar nichts über Sachsen. Zur Wahrheit der Sparkasse gehört auch, das die mutmaßlichen Betrügereien in großem Stil, bei den Zinsberechnungen, sehr wohl Priorität bei einer Landesregierung haben sollten. Und über unsere Heimatlieder brauchen Sie sich auch nicht äußern, denn gerade dieses Lied trifft den Nagel auf den Kopf. Das verstehen natürlich nur Menschen, die ihre Heimat lieben und schätzen, so sie sie bis jetzt war.

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