05.03.2020 | 19:54 Uhr Sozialministerin Köpping: Sächsische Städte könnten Flüchtlingskinder aufnehmen

Flüchtlingskinder spielen mit Seifenblasen
Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hat sich dafür ausgeprochen, unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge aus Flüchtlingslagern in Griechenland in Sachsen aufzunehmen. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO

Unbegleitete Kinder und Jugendliche aus griechischen Flüchtlingslagern könnten nach Ansicht von Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) in sächsischen Städten aufgenommen werden. "Wir haben die Kapazitäten, wir haben den Platz, wir könnten aufnehmen", sagte die Ministerin dem MDR. Sie sei derzeit mit den Städten Leipzig und Dresden im Gespräch, welche Maßnahmen dem Bund angeboten werden könnten. Auch in Chemnitz werde darüber diskutiert, hieß es. Zugleich betonte Köpping, dass Sachsen nicht allein darüber entscheiden könne, ob Menschen aufgenommen würden.

Appell zur Aufnahme von Flüchtlingskindern

Sieben deutsche Großstädte fordern von der Bundesregierung, die Aufnahme von Kindern aus den griechischen Flüchtlingslagern zu ermöglichen. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, dass vor allem den Kindern, deren Eltern in nicht mehr lebten oder die alleine in den Flüchtlingslagern untergebracht seien, geholfen werden soll. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, dass die Erklärung vom niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) unterstützt werde und am Freitag veröffentlicht werden soll. Die Unterzeichner sind demnach die Oberbürgermeister von Köln, Düsseldorf, Potsdam, Hannover, Freiburg im Breisgau, Rottenburg am Neckar und Frankfurt (Oder).

Quelle: MDR/ms/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.05.2020 | 22:00 Uhr in den Nachrichten

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