21.07.2020 | 05:47 Uhr Stiftungsrat der Gedenkstätten widmet sich Personalie Reiprich

Siegfried Reiprich
Siegfried Reiprich geriet zuletzt wegen eines umstrittenen Tweets in die Kritik. Bildrechte: MDR/Stiftung Sächsische Gedenkstätten/Steffen Giersch

Der Stiftungsrat der Stiftung Sächsische Gedenkstätten will am heutigen Dienstag über den umstrittenen Geschäftsführer Siegfried Reiprich beraten. Reiprich droht möglicherweise die Entlassung. Er war zuletzt immer mehr unter Druck geraten. So mehrten sich Rücktrittsforderungen.

Der 65-Jährige hatte unlängst auf Twitter die Krawalle in Stuttgart mit dem NS-Pogrom 1938 verglichen: "War da nun eine Bundeskristallnacht oder 'nur' ein südwestdeutsches Scherbennächtle?". Das sorgte bundesweit für Empörung. Später bezeichnete der aus der DDR ausgebürgerte Schriftsteller und Bürgerrechtler den Tweet als "ungeschickt" und "einen Fehler". Er verwahrte sich dagegen, in eine neurechte Ecke gestellt zu werden.

Wegen Amtsführung schon länger in der Kritik

Reiprich war wegen seiner Amtsführung schon früher in die Kritik geraten. Opferverbände monierten ferner, dass sich die Stiftung mehr um die Verbrechen der DDR-Diktatur als um die NS-Zeit kümmere. Reiprich selbst hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, Ende November seinen Posten aus gesundheitlichen Gründen aufgeben zu wollen.

Quelle: MDR/dpa/epd/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 21.07.2020 | 14:00 Uhr

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