Bundestagswahl 2017 | Direktkandidaten aus Sachsen Michael Kretschmer (CDU)

Wahlkreis Görlitz (157)

Allgemein

Alter: 42
Schulausbildung: Fachhochschulreife
Beruf: Büroinformationselektroniker und Diplom-Wirtschaftsingenieur
Familienstand: ledig
Wohnort: Görlitz

Politischer Werdegang:

  • 1994 Stadtrat in Görlitz
  • 2002 Direktkandidat des Landeskreises Görlitz im Deutschen Bundestag
  • 2005 Generalsekretär der Sächsischen Union
  • seit 2008 Abgeordneter im Kreistag des Landkreises Görlitz
  • 2009 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • seit 2013 Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Sachsen im Deutschen Bundestag

Privat

Was ist Ihre größte Stärke?

  • Das können andere Menschen bestimmt besser beurteilen als ich.

Was ist Ihre größte Schwäche?

  • Süßigkeiten. Aber verraten Sie es bitte keinem weiter.

Welchem sächsischen und welchem nicht-sächsischen Sportverein drücken Sie die Daumen?

  • beim Eishockey ganz klar den Lausitzer Füchsen
  • überregional natürlich der deutschen Fußballnationalmannschaft

Wo erholen Sie sich in Sachsen am liebsten?

  • Zuhause bei meiner Familie und beim Wandern im Zittauer Gebirge

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

  • vermutlich einen solarbetriebenen Akkuschrauber, eine vernünftige Seekarte und einen guten Kompass.

Politisch

Warum haben Sie sich als Direktkandidat Ihrer Partei zur Verfügung gestellt?
Für die Sächsische Union trete ich im Landkreis Görlitz an und werbe bei den Bürgerinnen und Bürgern um ihr Vertrauen. Gemeinsam haben wir in den zurückliegenden Jahren viel in der Oberlausitz erreicht. Die Arbeit für meine Heimat möchte ich gern fortsetzen.

Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Aus vielen persönlichen Erfahrungen weiß ich, dass es viele Hände braucht, um Dinge in Bewegung zu bekommen. Nehmen Sie beispielsweise die große Aufbauleistung in den Nachwendejahren. Die Sachsen haben die Ärmel hochgekrempelt und das Land auf Vordermann gebracht. Mit weitsichtigen Entscheidungen und der politischen Vernunft von Persönlichkeiten wie Helmut Kohl, Kurt Biedenkopf und Georg Milbradt fanden sie dabei genau die Unterstützung, die es hierfür brauchte. Dieser Pragmatismus steht unserem Land gut und zeichnet uns Sachsen aus.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel (für die kommende Legislaturperiode?)
Wir haben ein leistungsfähiges Hochschulsystem. Studenten können sich hier bei uns hervorragend ausbilden lassen. Dieser Weg ist dabei alles andere als alternativlos. Eine vernünftige Ausbildung ist heute viel Wert. Deswegen hat für mich die Stärkung der beruflichen Bildung eine hohe Priorität. Wir wollen jungen, leistungs- und aufstiegsorientierten Menschen über den beruflichen Weg attraktive Karriereperspektiven schaffen. Berufsbildende Schulen wollen wir darin unterstützen, dass Beratung und Zugang zum System der dualen Ausbildung verbessert werden. Dafür werde ich mich einsetzen.

Was wollen Sie für Sachsen erreichen …

... im Bereich Bildung
Wie jeder Familienvater möchte auch ich, dass meine Kinder die bestmögliche Vorbereitung auf das Leben bekommen. Die sächsischen Schulen haben in ganz Deutschland Vorbildcharakter. Das soll auch so bleiben. Mir ist wichtig, dass wir die sächsischen Schulen für den digitalen Wandel fitmachen und sie mit einem schnellen Breitband, gutem WLAN und leistungsfähigen Computern ausstatten. Ich mache mich für den Digitalpakt Deutschland stark, der genau das anpackt.

... im Bereich Forschung und Entwicklung
Die steuerliche Forschungsförderung muss kommen. Wir wollen Unternehmen darin unterstützen, neue Produkte zu erfinden und alte weiterzuentwickeln. So entstehen neue Geschäftsmodelle und attraktive Arbeitsplätze. Mit unserem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble konnte hierzu bereits eine Einigung gefunden werden. Jetzt geht es darum, in der kommenden Legislaturperiode die steuerliche Forschungsförderung in Gesetzestext zu gießen.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr
Die Bürgerinnen und Bürger in der Oberlausitz sind die ideologischen Grabenkämpfe um die Braunkohle leid. Sie brauchen Planungssicherheit und eine dauerhafte Perspektive. Ich setze mich für eine Bestandsgarantie der Braunkohle bis zum Jahr 2050 ein. Für die Zwischenzeit braucht es eine starke finanzielle Unterstützung der Lausitz durch den Bund, um den Strukturwandel mit Vernunft gestalten zu können. Dafür werde ich mich im Bund starkmachen.

Für mich ist klar, dass Menschen immer dort leben, wo es Arbeit gibt. Ich setze mich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Oberlausitz diese Perspektive auch in Zukunft haben. Ich arbeite dafür, dass neue Unternehmen zu uns kommen und ansässige Unternehmen durch innovative Produkte wachsen können. Hierfür braucht es eine gute Infrastruktur, die wir in der Oberlausitz ausbauen müssen. Den Bundesverkehrswegeplan 2030 gilt es eins zu eins umzusetzen und die fest eingeplanten Gelder müssen reibungslos fließen.

.. im Bereich Innere Sicherheit
Ich bin für einen starken Staat, der unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein Leben in Freiheit und Sicherheit ermöglicht. Hierfür brauchen wir ein effektives und lückenloses Grenzregime an der europäischen Außengrenze. Beim Thema Integration müssen wir am Ball bleiben. Auf der einen Seite fordern wir die Integration von bleibeberechtigten Ausländern deutlich ein. Auf der anderen Seite sorgen wir dafür, dass die Menschen in ihren Integrationsbemühungen gefördert werden. Klar ist auch, dass Menschen ohne Bleiberecht unser Land wieder verlassen müssen.

Ich setze mich für mehr Polizisten im Dienst ein, die zügig und schlagkräftig gegen Diebesbanden, Hehlerei, grenzüberschreitende Kriminalität wie Drogen- und Menschenhandel sowie illegale Einwanderung vorgehen können. Mit zusätzlichen Stellen für die Bundespolizei möchte ich Abordnungen entgegenwirken. Die bundesweite Schleierfahndung auf Autobahnen und Fernverkehrsstraßen sowie der Einsatz von effektiven Kennzeichenlesegeräten müssen kommen.

Der internationale Terrorismus und Straftäter aus der links- wie rechtsextremen Szene haben mit ihrer Gewalt auf unseren Straßen nichts zu suchen. Ich stehe für einen kompromisslosen Umgang mit Extremisten und ein konsequentes Durchgreifen des Rechtsstaates.

Was ist die wichtigste Aufgabe beim Thema Zuwanderung?
Oftmals verwischen in der öffentlichen Debatte die Grenzen zwischen Asyl- und Zuwanderungspolitik. Richtig ist, dass sächsische Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend darauf angewiesen sind, qualifiziertes Personal aus dem Ausland anzuwerben. Die wichtigste staatliche Aufgabe liegt aus meiner Sicht darin, die Unternehmen in ihren Bemühungen zu unterstützen und mit dem Abbau von bürokratischen Hürden Steine aus dem Weg zu räumen.

Mit welcher Partei können Sie sich eine Koalition vorstellen?
Wir arbeiten dafür, dass die CDU von den Bürgerinnen und Bürgern zur stärksten politischen Kraft gewählt wird. Ohne uns soll es in Deutschland nicht möglich sein, eine Regierung zu bilden.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: 2019 sollte es in Sachsen ...

... eine gute wirtschaftliche Gesamtlage geben, mit vollen Auftragsbüchern und attraktiven Arbeitsplätzen.

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