Blaues Kreuz auf Papier
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Fragen und Antworten Über den MDR-Kandidatencheck

Im Vorfeld der Landtagswahl hat MDR SACHSEN die Kandidatinnen und Kandidaten um ein Interview gebeten. Rund 500 haben mitgemacht. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Projekt.

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Was ist der MDR SACHSEN-Kandidatencheck?

In Sachsen wird am 1. September 2019 ein neuer Landtag gewählt. Der MDR SACHSEN-Kandidatencheck stellt die Bewerberinnen und Bewerber vor. Dazu haben wir sie angeschrieben und gebeten, einen Fragebogen auszufüllen und sich in einem vier Minuten langen Interview den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Alle Kandidatinnen und Kandidaten beantworten darin die gleichen Fragen in der gleichen Reihenfolge.

Welche Kandidaten wurden gefragt?

MDR SACHSEN hat alle Kandidatinnen und Kandidaten um ein Interview gebeten, deren Bewerbung um ein Mandat bekannt war. Die Kandidaten, von deren Antritt MDR SACHSEN erst mit der Veröffentlichung in Amtsblättern durch die Kreiswahlleiter Mitte Juli erfahren hat, werden noch angeschrieben. Sie können uns auch gerne kontaktieren.

Soll ich mir alle Kandidaten ansehen?

Alle Videos anzuschauen würde mehr als 30 Stunden dauern. Die Idee des MDR SACHSEN-Kandidatenchecks ist es, dass Sie sich die Kandidaten aus Ihrem Wahlkreis ansehen und Positionen vergleichen können. Oder Sie lassen sich die Kandidaten bestimmter Parteien anzeigen, besonders junge Politiker oder den Anteil an Frauen und Männern unter den Kandidaten. Sie haben die Wahl!

Warum finde ich nicht zu jedem Kandidaten ein Video?

Wir haben alle Kandidaten angefragt und darum gebeten, einen Fragebogen auszufüllen und uns ein Interview zu geben.

  • Es gibt Kandidaten, die den Fragebogen ausgefüllt haben, aber an dem Interview nicht teilnehmen wollten.
  • Einige Kandidaten wollten weder den Fragebogen ausfüllen, noch in einem Interview Auskunft geben.
  • Einige Kandidaten haben sich nicht zurückgemeldet.
  • Einige Kandidaten sind zum vereinbarten Interviewtermin nicht erschienen.

Unabhängig davon sind zu jedem Kandidaten Basisdaten verfügbar, die von Landes- und Kreiswahlleitern in Amtsblättern veröffentlicht wurden.

Woher kommen die weiteren Angaben zu den Kandidaten?

Alle Kandidaten bekamen neben der Interviewanfrage einen Fragebogen zugesandt, in dem sie weitere Angaben machen konnten. Bei Kandidaten, die nicht geantwortet haben, greifen wir auf die Angaben zurück, die Landes- und Kreiswahlleiter in ihren Amtsblättern veröffentlicht haben.

Warum sind die Fragen gleich?

Das ist Teil des Konzepts. Die User sollen Aussagen vergleichen können. Alle Kandidatinnen und Kandidaten beantworten in gleicher Reihenfolge 22 Fragen zu den Schwerpunkten ihrer politischen Arbeit und drängenden Fragen in Sachsen. Alle Kandidaten kannten den Fragenkatalog. Wie viele Fragen sie davon in vier Minuten beantwortet haben, hing von der Länge ihrer Antworten ab.

Wer hat die Fragen ausgesucht?

Der Katalog umfasst Fragen zu den politischen Zielen der Kandidaten sowie zu aktuellen Themen von landespolitischer Bedeutung. Die Fragen wurden von der Landespolitikredaktion im MDR LANDESFUNKHAUS SACHSEN erstellt.

Wer stellt die Fragen?

Die Interviews haben Autorinnen und Autoren aus unseren Studios in Bautzen, Chemnitz, Dresden und Leipzig geführt. Dafür wurden nach einem festgelegten Konzept kleine Studios eingerichtet, in denen im Juni vier Wochen lang Kandidaten befragt wurden. Weitere Drehtermine fanden im Juli statt. Jeder Autor führte pro Tag bis zu 18 Interviews.

Warum werden Fragen oder Antworten abgeschnitten?

Auch das ist Teil des Konzepts. Jeder Kandidat hat genau vier Minuten Zeit, Fragen zu beantworten. Dann ist Schluss. Es gibt Kandidaten, die mit Antworten auf zwei Fragen die kompletten vier Minuten füllen, und es gibt solche, die es bis zur 22. Frage schaffen und dann sogar noch Zeit haben.

Werden wirklich alle Antworten ins Netz gestellt?

Der MDR SACHSEN-Kandidatencheck ist ein redaktionelles Projekt, das unter journalistischen Gesichtspunkten umgesetzt wird. Es fällt damit unter die redaktionelle Berichterstattung und unterliegt den dafür geltenden Regelungen. Das heißt insbesondere: Meinungsäußerungen sind erlaubt (Art. 5 Abs. 1 GG), soweit sie nicht das Maß des Zulässigen überschreiten und nicht als Schmähkritik Rechte Dritter verletzen. Außerdem darf durch die Äußerung kein Straftatbestand verwirklicht werden.

Bei einigen Antworten der Kandidaten handelt es sich um Zuspitzungen bis zur Grenze des für manche Erträglichen. Aber: Im politischen Meinungskampf hat das Bundesverfassungsgericht den Protagonisten grundsätzlich eine im Vergleich zur Alltagssprache drastischere und zugespitztere Wortwahl zugestanden. Sie darf jedoch nicht in einer Beleidigung oder Straftat enden. Wir hätten daher bei unserem Kandidatencheck redaktionell nur eingegriffen, wenn es zu strafrechtlich relevanten Verstößen gekommen oder offensichtlich Falsches behauptet worden wäre.

Wie kann ich Direkt- und Listenkandidaten unterscheiden?

Direktkandidaten sind daran zu erkennen, dass ein Wahlkreis angegeben ist und kein Listenplatz. Bei Listenkandidaten wird die Position auf der Landesliste angezeigt und kein Wahlkreis. Stehen bei einem Kandidaten beide Angaben, ist er sowohl Direkt- wie auch Listenkandidat.

Hintergrund: Die Bewerber für die Landtagswahl unterscheiden sich in zwei Kategorien: Direkt- und Listenkandidaten. In jedem Wahlkreis können die Parteien je einen Direktkandidaten aufstellen. Diese können mit der sogenannten Erststimme gewählt werden. Der Gewinner des Wahlkreises hat einen Platz im Landtag sicher. Zudem stellt jede Partei eine Landesliste auf. Über den Einzug dieser Kandidaten ins Parlament entscheidet die sogenannte Zweitstimme. Je mehr Stimmen eine Partei hier erhält, desto mehr Personen von der Liste werden Mitglieder des Landtags.

Wo finde ich Untertitel?

Jedes Video ist untertitelt. Die Untertitel lassen sich im Videoplayer ein- und ausschalten.

Wie lange sind die Videos online?

Die Videos sind die gesamte Legislaturperiode online.

Sie haben einen Fehler entdeckt, haben Anregungen oder Fragen? Bitte schreiben Sie uns!

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 11.07.2019 | 19:00 Uhr

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