Einsatz zum "Deutschlandtag" der Jungen Union Polizei hält Demonstranten von Merkel fern

Polizeiaufgebot in Dresden
Die Polizei kündigt ein "angemessenes Kräfteaufgebot" an. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Diana Köhler

Die befürchteten Proteste bei der Ankunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden sind weitgehend ausgeblieben. Nur wenige Merkel-Gegner hatten sich nahe des Kongresszentrums versammelt, in dem die Junge Union an diesem Wochenende ihren "Deutschlandtag" abhält. Eine Demonstrationsanmeldung gab es nicht. Die Polizei brachte die Demonstranten deshalb weg vom Kongresszentrum zur Devrientstraße Ecke Könneritzstraße - der Platz war im Vorfeld als möglicher Kundgebungsort von den Behörden festgelegt worden. Lediglich vereinzelte Protest-Rufe erreichten die Kanzlerin, bevor sie im Gebäude verschwand. Insgesamt 170 Polizisten waren im Einsatz.

Die Dresdner Polizei hatte ihre Kräfte rund um die Veranstaltung verstärkt. Grund waren Internet-Aufrufe von Anhängern der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung zu Störaktionen gegen Merkel. "Wegen der Aktivitäten im Netz und aus polizeilichen Erfahrungen heraus rechnen wir mit möglichen Störungen", sagte der leitende Polizeiführer am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. "Darauf werden wir mit einem angemessenen Kräfteaufgebot reagieren." Offiziell ist nach Angaben der Polizei keine Demonstration angemeldet.

Im vergangenen Jahr hatten Anhänger aus dem Pegida-Lager die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden erheblich gestört. Sie pöbelten gegen Staatsgäste und protestierten mit Plakaten und Trillerpfeifen. Am Rande des Sicherheitsbereiches am Neumarkt riefen Demonstranten "Merkel muss weg", "Volksverräter" oder "Haut ab". Unter den Rufern waren unter anderen Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann.

Quelle: dpa/dk/jr

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.10.2017 | Nachrichten ab 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Oktober 2017, 11:30 Uhr

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82 Kommentare

10.10.2017 09:41 Gerd 82

Es ist ja nicht nur der monetäre Schaden, der entsteht. Welche Frau traut sich heute noch auf ein Volksfest?

10.10.2017 01:46 Janes 81

@Bernd L. 77: Der Typ spricht hochgerechnet von 878 Mrd.! Genau das meine ich-wenn schon einen einzelnen zitieren, dann aber richtig! Leider steht in dem von mir gelesenen Artikel dazu kein Wort, wie er das berechnet hat. Es ist nicht eingetreten was er schreibt, sondern er schreibt über seine Erkenntnisse von Stand heute! Ebenfalls ein großer Unterschied. Wenn wir über das Thema diskutieren wollen, müssen wir auch den selben Kenntnistand haben. Sie nehmen einen vermeintlich klugen Mann und dessen Erkenntnisse, suchen sich dabei die schlimmsten Punkte raus, hübschen die noch auf und verkaufen das dann Nonplus Ultra. Mir fehlt dann auch etwas die Lust gegen so viel Angst wie sie haben anzudiskutieren. Wieso sie nun auch noch ein Niveauabfall im Bildungssystem herorakeln bleibt wohl ihr Geheimnis. Und doch! Wenige Reichen zahlen im Land ne ganze ganze Menge. Das sollte man bedenken wenn man sagt, selbst nicht viel Geld zu haben.

09.10.2017 22:50 Mediator an Fragen wir Dänemark(79) 80

Sie helfen Menschen weil sie sich einen Profit davon erhoffen? Komisch, dass ist mir persönlich noch nicht in den Sinn gekommen, weil ich vermutlich Menschen helfe, weil sie Hilfe benötigen.
Ja Deutschland lässt sich wirklich immer wieder über den Löffel balbieren und steht aufgrund der Serie von politischen Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte erbärmlich in Europa und der Welt dar. Wie gut geht es da im Vergleich den Ländern die einen klugen und weisen Führer an ihrer Spitze haben. Neidisch schauen wir auf Länder wie Russland und die Türkei die wirtschaftlich und demokratisch prosperieren.
Aber wie könnten wir auch besser dastehen, wenn das Bildungsniveau bei uns so niedrig ist, dass man 13% der Bevölkerung vormachen kann, dass wirklich jeder Bürgerkriegsflüchtling aus Syrien bis zu seiner Rente im gastlichen Sachsen bleiben wird. Schließlcih galuben die selben Menschen vermutlich auch, dass noch immer alle Balkanflüchtlinge der Jugoslawienkriege bei uns in Deutschland leben.

09.10.2017 20:16 Fragen wir Dänemark 79


@09.10.2017 12:31 Bernd L. (71 Hans:
Nach H-W Sinn kostet ein Flüchtling im Schnitt 450000 Euro (soviel besitze ich gar nicht) und nach Raffelhüschen kosten die bisher Gekommenen insgesamt etwa 900 Milliarden. Woher das Geld wohl kommen mag? Frei nach Maas, es wird keinem etwas weggenommen (wie müssen es nur erarbeiten):

Das sind die Zahlen. Die aufgehübschten "Ableitungen" dürfen getrost als politisch erwünschte Hochspekulation bezeichnet werden. Dänemark hat es über 15 Jahre nachgerechnet - das Ergebnis ist eine einzige Katastrophe. Auch und gerade volkwirtschaftlich. Dabei sind Feinheiten, wie die zu erwartende Reproduktionsrate noch gar nicht einkalkuliert.

09.10.2017 20:11 Ganz recht(s) 78

@09.10.2017 16:20 Manfred (74 @Bernd L. 71: Sie haben recht, über die Grenzöffnung für Flüchtlinge und die damit verbundenen Kosten hat der Deutsche Bundestag nicht entschieden. Dabei handelte es sich nicht um eine Kleinigkeit.)

Ganz im Gegenteil - ein bekannter und leider verstorbener Publizist bezeichnete deshalb Merkels Entscheidungen auch als "putschartig". Dem kann man sich nur anschliessen. Das finden die Ordnungsbehörden offenbar auch, weshalb sie schon "vorher" wissen, was zu tun ist.

09.10.2017 20:06 Bernd L. 77

Janes:
Raffelhüschen spricht von knapp 900 Milliarden, wenn etwa alle hierbleiben (das tun sie doch- die paar Abschiebungen verändern nichts) und dass bei nicht erfolgter Integration die Kosten noch höher sind. Wir haben doch die unkontrollierte Zuwanderung. Es ist so eingetreten, wie er schreibt. Was soll da Panik oder falsch sein- das bestätigt doch das, was ich gesagt hatte. Eine gewaltige Summe, die unserem Land fehlen wird!
Sinn nennt die 450000 pro Migrant- bislang weitgehend unwidersprochen.
Andere Ökonomen gehen "nur" von 500 Mia aus, da sind aber große Teile an Kosten nicht eingerechnet. Rechnet man die ein, kommt man zur Größenordnung der Zahl von Raffelhüschen.
Es sind da nicht mal alle Dinge berücksichtigt (etwa Niveauabfall im Bildungssystem fehlt- wird große auswirkungen haben).
P.S. Die Superreichen haben mit diesem Problem nix zu tun.

09.10.2017 16:38 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 76

@ 69. Hans:
Nice try!
Aber wenn solche 'Meinungen' durch 'einfache Argumentation' ausgeräumt werden könnten, hätten wir das Wort 'Flüchtlingskrise' niemals gehört.

Und wenn man - wie an anderer Stelle - das 'böse' Wort "Demut" auch nur andeutet, ist man nur noch 'indifferenter Merkel-Bejubler'.

Die AfD und ihre Jünger holen sich 'ihr Land und ihr Volk' nicht erst seit dem 24.9. "zurück": die Sprache beschädigen sie schon länger.

09.10.2017 16:35 Mediator 75

@Luftikus(70): Janes hat doch völlig recht, dass 87% der Wähler sich nicht von den fremdenfeindlichen Weltuntergangsszenarien der AfD haben narren lassen. Selbst einem AfD Wähler sollte klar sein, dass 13% nicht zur Regieurngsbildung und für das setzen der Richtlinien bundesdeutscher Politik ausreicht!

@Bernd L.(68): Heulst du wieder herum, dass man in Deutschland die Regierung nicht kritisieren darf? Warum nur sind dann diese Kritiker in jeder Talkshow, den ÖR Medien und seit neuestem im Bundestag. Müssten die nicht alle im Gefängnis sitzen nach deiner Logik? Hier hast du ein Taschentuch!

@Ekkehard(72): Mensch Ekki, wenn man dir zuhört, dann kommt man auf den Gedanken, dass alles gute in unserem Land, inklusive des Gartenzwergs mit SRG Mütze von Pegida und der AfD erfunden wurde. Blöd nur, dass es die erst seit kurzem gibt und unser Land seit Jahrzehnten prosperiert.
Ansonsten stell mal nicht so flotte Behauptungen auf was Flüchtlinge und das Engagement für sie angeht!

09.10.2017 16:20 Manfred 74

@Bernd L. 71: Sie haben recht, über die Grenzöffnung für Flüchtlinge und die damit verbundenen Kosten hat der Deutsche Bundestag nicht entschieden. Dabei handelte es sich nicht um eine Kleinigkeit.

09.10.2017 14:25 Janes 73

@Bernd L. 71: Sehr gutes Beispiel, wie man sich selbst unnötig Panik macht und falsche Informationen weiter verbreitet. In deinem Fall hast du nur einige kleine Punkte von dem Herrn Bernd Raffelhüschen zitiert und das nicht in ihrem vollständigen Kontext. Etwa sind die bis zu 878 Milliarden Kosten nach Berechung dieses einen Mannes zustande gekommen. Oder aber spricht der Mann, der Finanzwissenschaftler ist, selbst auch davon, dass diese Kosten bei NICHT STATTFINDENDER Integration steigen, oder, dass seiner Berechnung nur zugrunde liegt, wenn alle die kommen auch dauerhaft hier bleiben, oder dass DEUTSCHE DEM STAAT MEHR GELD EINBRINGEN. Zudem unterscheidet er zwischen Asyl und Migration und betrachtet bei seinen Berechungen die dauerhafte, unkontollierte Zuwanderung. All das (und andere Punkte) fehlt bei den Ausführungen in Beitrag 71 von Bernd. Und nicht vergessen Bernd: 10% der Superreichen zahlen 50% der Einkommenssteuer