Viele Weidegänse laufen auf einer großen Freilandfläche
Weidegänse in der Wermsdorfer "Gänsefarm Eskildsen" Bildrechte: dpa

09.11.2019 | 16:48 Uhr Sachsen müssen für Martinsgans tiefer in die Tasche greifen

Die Nachfrage nach Gänsen ist vor dem Martinstag groß. Kunden in Sachsen müssen dieses Jahr allerdings tiefer in die Tasche greifen. Grund dafür ist auch das Wetter.

Viele Weidegänse laufen auf einer großen Freilandfläche
Weidegänse in der Wermsdorfer "Gänsefarm Eskildsen" Bildrechte: dpa

Am St. Martinstag am 11. November ist sie Tradition: Die Martinsgans. Der Preis für eine Festtagsgans ist in Sachsen allerdings gestiegen. Er liegt etwa 50 Cent pro Kilo über dem Preis im Vorjahr, bei etwa 13,50 Euro bis 14,50 Euro pro Kilo, teilte die Geschäftsführerin des Sächsischen Geflügelwirtschaftsverbands, Katharina Standke, mit. Eine konkrete Statistik läge noch nicht vor.

Züchter mussten Futter zukaufen

Mann mit einer Gans
Lorenz Eskildsen von der Wermsdorfer "Gänsefarm Eskildsen" steht mit der Gans "Agga" vor seinem Wohnhaus. Die Gans, die bei seinen Kindern in der Küche großgezogen wurde, darf - im Gegensatz zu den Tausenden in der Zucht - nicht geschlachtet werden. Bildrechte: dpa

Grund für die Preissteigerung seien Mehrkosten für Energie, Personal sowie Futter. Denn wegen der Trockenheit musste Futter zugekauft werden - Gras allein reichte nicht aus. "Wir mussten zum wiederholten Mal sehr viel wässern", berichtete Lorenz Eskildsen, Besitzer der gleichnamigen Gänsefarm in Wermsdorf.

Eskildsen hält auf seiner Farm rund 12.000 Mastgänse. Diese würden zum Martinstag und zu Weihnachten alle geschlachtet werden, so der Farmbesitzer. Vor dem 11. November steige die Nachfrage nach seinen Gänsen deutlich an. Sowohl Gastronomiebetriebe als auch Privatleute hätten dann mehr Bedarf.

Niemals im Gänsestall verstecken...

Viele Weidegänse
Vom Freiland in die Pfanne - zum Martinstag und zu Weihnachten landen die Wermsdorfer Gänse in den Brätern. Bildrechte: dpa

Die Tradition, am Martinstag eine Gans zu essen, ist auf den Namensgeber des Tages zurückzuführen. Der heilige Sankt Martin soll sich aus Bescheidenheit in einem Gänsestall versteckt haben, als er zum Bischof geweiht werden sollte. Das Geschnatter der Gänse soll ihn allerdings verraten haben. Sankt Martin gilt als Schutzpatron der Gänsezucht. Nach Angaben des Sächsischen Geflügelwirtschaftsverband e.V. gibt es in diesem Jahr fast 112.000 Gänse in Sachsen. Das gehe aus Angaben der Tierseuchenkasse hervor.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 11.11.2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. November 2019, 16:49 Uhr

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