Pro und Contra Reaktionen aus Sachsen auf den Kohle-Kompromiss

Michael Kretschmer
Michael Kretschmer | Ministerpräsident Sachsen (CDU) Der Ministerpräsident zeigt sich zufrieden mit dem Kohle-Kompromiss und sieht in dem Ergebnis eine Chance für Sachsen: "Wir hätten als Freistaat Sachsen nicht die Möglichkeit, die Lausitz und das mitteldeutsche Revier in so einem Umfang zu entwickeln." Mit dem Geld sollen unter anderem Straßen und Bahnverbindungen ausgebaut sowie Forschungseinrichtungen angesiedelt werden. Nach den teils schwierigen Verhandlungen schaut Kretschmer optimistisch nach vorn: "Jetzt wollen wir mit dem Ergebnis arbeiten und für alle Beteiligten das Beste daraus machen." Bildrechte: dpa
Michael Kretschmer
Michael Kretschmer | Ministerpräsident Sachsen (CDU) Der Ministerpräsident zeigt sich zufrieden mit dem Kohle-Kompromiss und sieht in dem Ergebnis eine Chance für Sachsen: "Wir hätten als Freistaat Sachsen nicht die Möglichkeit, die Lausitz und das mitteldeutsche Revier in so einem Umfang zu entwickeln." Mit dem Geld sollen unter anderem Straßen und Bahnverbindungen ausgebaut sowie Forschungseinrichtungen angesiedelt werden. Nach den teils schwierigen Verhandlungen schaut Kretschmer optimistisch nach vorn: "Jetzt wollen wir mit dem Ergebnis arbeiten und für alle Beteiligten das Beste daraus machen." Bildrechte: dpa
Mann mit Brille
Gerd Lippold | energiepolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion Der Grünen-Politiker sieht Gutes und Schlechtes im Kohle-Kompromiss. So sei der kontinuierliche Abbau der Kohlestromkapazitäten positiv zu bewerten. Es fehlt ihm aber eine explizite Empfehlung der Kommission für die Zukunft der noch durch Braunkohle bedrohten Dörfer. Lippold fordert nun vom Freistaat, ein Energie- und Klimaprogramm aufzustellen, "das dem Auslaufen der Kohleverstromung Rechnung trägt". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kai Emanuel/CDU-Landratskandidat Nordsachsen
Kai Emanuel | Landrat von Nordsachsen (parteilos) Der nordsächsische Landrat begrüßt das Ergebnis der Kohlekommission und warnt zugleich, dass das Ausstiegsdatum das Land nicht spalten dürfe. Es sei wichtiger, die Voraussetzungen dafür zu schaffen und dann gehe es vielleicht auch schneller als bis 2038. "Natürlich kann ich all jene verstehen, die lieber heute als morgen sämtliche Kohlekraftwerke abschalten würden. Genauso verstehe ich aber auch die Sorgen all jener, deren Existenz an der Kohleindustrie hängt. Darum war und ist mein Standpunkt: Erst Infrastruktur, dann Braunkohleausstieg!", so Emanuel. Bildrechte: CDU-Landesverband Sachsen
Prof. Felix Ekardt bei einem Vortrag.
Felix Ekardt | Vorsitzender des BUND Landesverbandes Sachsen Der BUND Sachsen freut sich einerseits darüber, dass bis 2022 bereits 12,5 Gigawatt aus Kohlekraftwerken vom Netz gehen sollen, doch das Ausstiegsdatum sei zu spät. "Es ist enttäuschend, dass vor allem die Vertreter der ostdeutschen Braunkohleländer in der Kommission, allen voran Sachsen, eingeknickt sind unter dem Druck einer Lobby, die entgegen jeder wissenschaftlichen Erkenntnis weiterhin den Braunkohleabbau nicht konsequent stoppt", kritisiert der Vorsitzende Ekardt. Bildrechte: Prof. Felix Ekardt
Logo des Energiekonzerns LEAG.
Tagebaubetreiber & Energiekonzern LEAG Der Lausitzer Tagebaubetreiber LEAG ist nicht zufrieden mit dem Ergebnis der Kohlekommission. Das Revierkonzept des Unternehmens reiche über 2040 hinaus und sei damit infrage gestellt. Bei einem Gespräch im Kanzleramt Ende Januar sollen die Konsequenzen für das Lausitzer Revier angesprochen werden. Bildrechte: MDR/Rico Herkner
Armin Eichholz | Vorsitzender der Geschäftsführung Mibrag Der Ausstieg aus der Kohleverstromung ist "ein harter Schlag für die Region, unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter", erklärt der Braunkohleförderer Mibrag. Der Vositzende der Geschäftsführung, Armin Eichholz, sorgt sich neben den Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit und die Strompreise auch um den Verlust von gut bezahlten Arbeitsplätzen in der Industrie. Bildrechte: MIBRAG
Hans Vorländer
Hans Vorländer | Politikwissenschaftler TU Dresden Der Politikwissenschaftler bewertet den Kompromiss positiv: Er sei ein Interessenausgleich zwischen umwelt-, energie- und arbeitsmarktpolitischen Aspekten. Er rät den Parteien, den betroffenen Regionen nun Mut für den Wandel zu machen. "Es kommt jetzt also auf erfolgreiche Kommunikation und Überzeugungsarbeit an und darauf, dass man sich kümmert", so Vorländer. Bildrechte: TU Dresden
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