Corona-Einbußen Kabinett beschließt sächsischen ÖPNV-Rettungsschirm

Straßenbahnen in Leipzig.
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Das sächsische Kabinett hat eine Richtlinie für die Gewährung von Ausgleichszahlungen im ÖPNV verabschiedet. Damit können sich Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger im öffentlichen Personennahverkehr im Freistaat corona-bedingte finanzielle Einbußen erstatten lassen. Die Verkehrsunternehmen schätzen für Sachsen einen Netto-Erlösausfall in Höhe von ca. 122 Millionen Euro (Stand: 11. August 2020). Das Kabinett hat sich heute darauf verständigt, in einem ersten Schritt 70 Prozent der Schäden auszugleichen.

Insgesamt 2,5 Milliarden Euro haben die Länder vom Bund zum Ausgleich der pandemie-bedingten Schäden im öffentlichen Personennahverkehr erhalten. Davon entfallen 167 Millionen Euro nach dem Verteilungsschlüssel der Regionalisierungsmittel auf Sachsen. In welcher Höhe Landesmittel zur Verfügung stehen, muss im Doppelhaushalt 2021/22 festgelegt werden.

Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) sagte: "Wir stärken damit dem ÖPNV den Rücken. Damit ist für mich persönlich der Dank an die Unternehmen verbunden, die es trotz schwieriger Zeiten geschafft haben, ihr Verkehrsangebot aufrecht zu erhalten. Sie haben damit die Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger im Freistaat Sachsen sichergestellt."

Quelle: MDR/bh

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