16.01.2020 | 09:22 Uhr Sachsen will Produkte aus der Region stärker vermarkten

Gemüse wie Rote Beete, Möhren und Brokkoli liegen in einer Auslage.
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Sachsen will Produkte aus der Region stärker vermarkten. Agrarminister Wolfram Günther sagte mit Blick auf die am Freitag beginnende Grüne Woche in Berlin, wenn man sich mit Lebensmitteln aus der Region ernähren möchte, gelinge das oft nicht, weil Strukturen fehlten. Die Betriebe würden die Produkte zwar erzeugen, meist fehle aber die Weiterverarbeitung.

Strukturen fehlen

Als Beispiel nannte der Minister die Fleischverarbeitung. Die Betriebe würden die Produkte zwar erzeugen, meist fehle aber die Weiterverarbeitung. Derzeit gebe es nur noch einen Schlachthof in Sachsen und zwar in Belgern. "Der nächste Schlachthof liegt in Altenburg in Ostthüringen. Doch auch der soll geschlossen werden. Künftig wird man die Tiere nach Weißenfels oder Hof zum Schlachten fahren müssen. Das ist genau das Gegenteil von regionaler Erzeugung", meinte Wolfram.

Potenzial für Heimatprodukte

Für Supermarktketten seien die bereitgestellten Mindestmengen von regionalen Erzeugern auch zu gering. Damit seien Preisschlachten nicht zu gewinnnen. Potenzial für Lebensmittel aus der Heimat sieht der Grünen-Politiker zunächst bei der Gemeinschaftsverpflegung, beispielsweise in großen Betriebskantinen oder in Krankenhäusern.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.01.2020 | ab 10:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2020, 09:22 Uhr

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