Schuleigener Garten des BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden.
Bildrechte: BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden

Sächsischer Schulpreis Sieben Schulen sind "ausgezeichnet"

Schuleigener Garten des BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden.
Bildrechte: BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden

Sieben Schulen haben am Montag einen Preis für ihre Projektarbeit bekommen. Dotiert ist der vom Freistaat gestiftete Preis mit jeweils 4.000 Euro. Damit zeichnet das Kultusministerium Schulen aus, "die über viele Jahre das Schulleben bereichern, die vor allem die individuellen Stärken der Schüler fördern und den Lernprozess positiv beeinflussen". Nach Ministeriumsangaben müssen die Projekte im Schulleben verankert und nachhaltig sein und sich stetig fortentwickeln. Ein Großteil aller Schüler soll demnach am Projekt mitarbeiten.

Beet statt Schulbank

Das erfüllte der Jury zufolge unter anderem das Berufsschulzentrum für Agrarwirtschaft und Ernährung. Die Schule versucht mit einem Gartenprojekt unter dem Motto "Gemeinsam nachhaltig wachsen - Garten. Schule. Zukunft" Interesse für die grünen Berufe zu wecken. Im Laufe der Ausbildung kommt jeder Schüler mindestens einmal in Kontakt mit dem "Garten der Nachhaltigkeit". Schulleiterin Anja Unger sagte MDR SACHSEN: "Ich bin sehr stolz auf meine Schüler und meine Lehrer. Der Garten ist seit vielen Jahren unser Schatz. Nachhaltigkeit ist unser großes Thema."

Schuleigener Garten des BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden.
Schüler des BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden in ihrem Garten. Bildrechte: BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden

Das Dresdner Förderzentrum Makarenko wurde für das Projekt "Sächsische Geschichte erfahren, leben und weitergeben" ausgezeichnet. Die Leipziger Lessingschule bekommt  den Sonderpreis "Europa in der Schule". Insgesamt hatten sich 67 Kandidaten beworben. Die zwölf besten Schulen wurden im Februar und März besucht. Der sächsische Schulpreis wird alle zwei Jahre vergeben.

Alle Preisträger in der Übersicht:

  • Kategorie Grundschule, Förderschule:

Förderzentrum "A. S. Makarenko" Schule zur Lernförderung Dresden mit dem Projekt "Sächsische Geschichte erfahren, leben und weitergeben"

  • Kategorie Oberschule:

Oberschule „Am Flughafen" Chemnitz mit dem Projekt „Demokratisches Handeln ent-wickeln"

  • Kategorie Gymnasium und Berufsbildende Schule:

BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung mit dem Projekt „Garten der Nachhaltigkeit"

  • Sonderpreis "Schule im Ganztag" (dieser Preis wurde aufgrund der Gleichwertigkeit auf zwei Schulen aufgeteilt):

Grundschule "Friedrich Schiller" Radebeul mit dem Projekt "Förder-Punkt-Stunden"
Freie Christliche Schule Schirgiswalde mit dem Projekt „Ganztagskonzeption"

  • Sonderpreis "Europa in der Schule":

Lessingschule, Grundschule der Stadt Leipzig mit dem Projekt „Europa in der Lessing-schule"

  • Sonderpreis der Heraeus Bildungsstiftung:

Christliches Gymnasium "Rudolf Stempel" Riesa mit dem Projekt "Lebensweltorientie-rung als Konzept"

Quellen: MDR/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR Sachsenspiegel | 14.05.2018 | 10 Uhr
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.05.2018 | ab 14 Uhr in den Regionalnachrichten Dresden

Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2018, 12:30 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

3 Kommentare

16.05.2018 10:39 Rudi Wilscher 3

Klasse, das man in Sachsen Schulen auszeichnen kann die in einem "Projekt" mal etwas Nachhaltigkeit oder Demokratie vermitteln auf der anderen Seite eine Schule geschlossen wird die das im pädagogischen Konzept fest verankert hat! BNE-Kriterien sind in aller Mund, die LASUB initiiert sich als Täufer dieser Bewegung und schließt eine Schule die das schon lange tut und sogar als Ressourcenschule ausgezeichnet wird. Ist da nur jemand peinlich berührt nicht der Erste zu sein? Das kommt doch eher einer persönlich geführten Fehde gleich als nach einen fair geführten Prozess. Dieser Freistaat muss sich schämen. Das ganze Übel was hier passiert macht mich so traurig und fassungslos. Dieses Bundesland braucht eine Grundlegende Erneuerung – nicht in Blau rot und auch nicht in schwarz! Wer einen Baum pflanzt in dem Bewußtsein nie in seinem Schatten sitzen zu können, der hat das Leben begriffen!

14.05.2018 15:19 Dudu 2

Ja, echt seltsam, oder? Wenn man sich engagiert, kreativ ist und motiviert, dann bekommt man einen Preis! Unfassbare Kausalität!!
Und ich würde mein Kind lieber auf eine Schule schicken deren Lehrer noch Energie aufbringen sich für einen solchen Preis zu bewerben als einfach nur Dienst nach Vorschrift schieben und jede Mehrarbeit als unzumutbar ablehnen.
Ohne Fleiß, kein Preis :D

14.05.2018 14:57 Ichich 1

Es wie es immer ist. Schulpreise gehen an die Schulen, die besonders eifrig am Ernst-Thälmann-Malwettbewerb teilgenommen haben. Wenn man also ein Projekt "Garten der Nachhaltigkeit" hat, dann ist man eine "gute" Schule. Ich nehme, wenn man die Themen der "Projekte" anders benennt, hätten die Schulen auch in der DDR Preise erhalten.