Ende des Aufbau Ost Sachsen hat die letzten Gelder aus dem Solidarpakt investiert

Symbolbild Aufbau Ost, das ein Ortsschild mit der Aufschrift "OST", eine Plastikfigur und einen Stapel Euro-Münzen vor der Deutschlandflagge zeigt.
Bildrechte: imago/Christian Ohde

Der Freistaat hat 2019 zum letzten Mal Ausgleichszahlungen aus dem Solidarpakt erhalten. Die rund 547 Millionen Euro sind laut Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) gut angelegt worden: "Wir konnten so die Infrastrukturlücke zum Westen weiter schließen und haben gute Voraussetzungen für den weiteren Aufholprozess geschaffen." Der Zuschuss wurde vor allem für den Ausbau von Schulen, Hochschulen und Krankenhäusern genutzt, teilte Vorjohann am Dienstag mit. Ergänzt durch Eigenmittel investierte der Freistaat damit im vergangenen Jahr rund 3,5 Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte.

Geld für Bauarbeiten an Schulen und Krankenhäusern

Im Einzelnen hat Sachsen 2019 unter anderem 139 Schulhausbauten mit gut 48 Millionen Euro und den Bau von Hochschulen mit fast 150 Millionen Euro gefördert. Etwa 110 Millionen Euro flossen in den Um- und Neubau von Krankenhäusern, mit 145 Millionen Euro wurden mehr als 1.700 Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert. Weitere Millionen wurden etwa in den öffentlichen Nahverkehr, die Sanierung von Schwimmbädern und die städtische Infrastruktur investiert.

Mit jährlichen Fortschrittsberichten informieren die ostdeutschen Bundesländer und Berlin seit 2002 über den Stand beim Aufbau Ost. Der Solidarpakt war aufgelegt worden, um die durch die jahrzehntelange deutsche Teilung entstandenen sogenannten Sonderlasten wie "infrastrukturellen Nachholbedarf" oder "unterproportionale kommunale Finanzkraft" in Ostdeutschland auszugleichen.

Quelle: MDR/epd/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.08.2020 | ab 20 Uhr in den Nachrichten

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