24.05.2020 | 11:36 Uhr Städtetags-Präsident Jung befürchtet Innenstadt-Sterben durch Corona-Pandemie

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung (SPD), befürchtet infolge der Corona-Krise eine dramatische Veränderung der Innenstädte durch Einzelhandelspleiten. "Das ist eine unserer größten Sorgen", sagte der Leipziger Oberbürgermeister dem Berliner Tagesspiegel. Diese Krise betreffe gerade die Innenstädte besonders schwer.

Online- vs. Einzelhandel

"Handel, Gastronomie, Kultur, einfach alles." Er könne keine Prognose abgeben, wie lange Kaufhäuser und Kleinhändler diese Krise noch durchhalten könnten, sagte Jung. Es sei "schrecklich bequem", nur noch im Internet Dinge zu bestellen. Andererseits bleibe "die Sehnsucht nach Begegnung und danach, das was man kaufen will auch anzufassen und auszuprobieren".

Jung: Milliardenverluste drohen

Um Geschäfte vor dem Kollaps zu bewahren, sei es wichtig, "wieder mehr Wohnen und Arbeiten in der Innenstadt zu ermöglichen". Als positives Beispiel nannte er Leipzig, wo Jung seit mehr als 14 Jahren Oberbürgermeister ist. Finanziell entstehe durch die Corona-Krise für Städte und Gemeinden eine Situation, "die wir noch nie zuvor hatten", sagte Jung. Die Haushalte in den Kommunen stünden vor historisch einmaligen Steuerausfällen.

Die Verluste der Kommunen an Einnahmen und der Anstieg ihrer Ausgaben könnten am Jahresende bei 20 Milliarden Euro liegen.

Burkhard Jung Präsident des Deutschen Städtetages

Quelle: MDR/sw/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.05.2020 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten

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