Ein Mann hat bei einem Warnstreik vor dem roten Verdi-Logo eine Trillerpfeife im Mund.
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08.07.2019 | 12:02 Uhr Erneut Streiks im Einzelhandel in Sachsen

Ein Mann hat bei einem Warnstreik vor dem roten Verdi-Logo eine Trillerpfeife im Mund.
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Zum Wochenstart ruft die Gewerkschaft Ver.di erneut zum Streik im Einzelhandel auf. Gestreikt werden soll demnach in den Regionen Leipzig, Ostsachsen, Dresden, Halle, Erfurt und Gera. So haben etwa 20 Mitarbeiter von Ikea im Dresdner Elbepark am Montag ganztägig die Arbeit niedergelegt. Laut Gewerkschaft sind einzelne Abteilungen damit nicht arbeitsfähig. Die Streikenden versammelten sich vor dem Haupteingang des Möbelhauses.

"Die Ost-West-Unterschiede müssen weg"

Unter anderem spricht sich Ver.di für die Angleichung der tariflichen Laufzeiten aus. "Die Ost-West-Unterschiede müssen weg", fordert Ver.di-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. "Ein oder zwei Monate spätere Erhöhungen bedeuten jedes Jahr Einkommensverluste von 100 bis 150 Euro."

Forderung von zwei Cent pro Minute

Verdi fordert für die 256.000 Beschäftigten des Einzel- und Versandhandels in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Erhöhung von zwei Cent pro Minute. Die Ausbildungsvergütungen sollen je Ausbildungsjahr um 100 Euro steigen. Der Tarifvertrag soll für eine Laufzeit von zehn Monaten abgeschlossen werden. "Wir werden den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, damit sich auch bei uns in der dritten Verhandlungsrunde etwas bewegt", so Lauenroth-Mago. Die nächsten Verhandlungen finden am 10. Juli in Weimar statt.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio - | 08.07.2019 | 06:00 Uhr in den Nachrichten

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3 Kommentare

08.07.2019 14:05 Pfingstrose 3

Sein Arbeitsrecht zu erkämpfen kostet Nerven und Kampf.
Deshalb ohne Kampf kein Sieg. Allen Mitarbeitern des Einzelhandel viel Erfolg. In diesem Land wird dem normalen Bürger und Arbeitsnehmer nichts geschenkt. Man sollte Politiker werden, da fällt diesen Leuten alles in den Schoß. Sprich Diäten. Manche unserer Landes und Bundesdiener verdienen ihr Geld im Schlaf.

08.07.2019 13:29 Michael.K. 2

Jeder Mitarbeiter im Einzelhandel sollte mitmachen, dann bleiben eben die Märkte zu. Piloten streiken und kein Flugzeug hebt ab, die Bahn und der öffentliche Verkehr streikt und nichts fährt, der öffentliche Dienst streikt und was machen wir? Wir müssen alles über uns ergehen lassen. Gerechtigkeit für alle und mehr Lohn für alle. Ohne Druck passiert gar nichts. Die Unternehmer werden immer reicher und der kleine bleibt auf der Strecke. Alle müssen mitmachen

07.07.2019 22:26 Ronny B. 1

Besser wäre eine Angleichung im gesamten Einzelhandel...

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