leeres Klassenzimmer
Angestellte Lehrer sind in Sachsen zu Streiks aufgerufen. Bildrechte: MDR/Niklas Ottersbach

Öffentlicher Dienst Lehrer in Sachsen zu Streiks aufgerufen

In dieser Woche sind die Beschäftigten im öffentlichen Dienst drei Tage in Folge zum Streik aufgerufen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Schulen. In ganz Sachsen droht ab Dienstag Unterrichtsausfall.

leeres Klassenzimmer
Angestellte Lehrer sind in Sachsen zu Streiks aufgerufen. Bildrechte: MDR/Niklas Ottersbach

In Sachsen haben mehrere Gewerkschaften zu Streiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Zwischen Dienstag und Donnerstag sollen die Beschäftigten in einzelnen Regionen in Sachsen ihre Arbeit niederlegen. Nach Angaben des Deutschen Beamtenbundes liegt der Schwerpunkt des Warnstreiks bei den Schulen. Weiterhin seien Straßenmeistereien, Justiz - und Hochschulbeschäftigte, Mitarbeiter der Landesämter und Tarifbeschäftigte der Polizei aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Unterrichtsausfall an Schulen

Nach Angaben des Sächsischen Lehrerverbandes werden die Eltern von schulpflichtigen Kindern ab Montag darüber informiert, ob an ihrer Schule gestreikt wird. Inwieweit es zu Unterrichtsausfällen kommen werde, könne noch nicht abgeschätzt werden. Die Eltern sollen aber über Notbetreuungsmöglichkeiten informiert werden. An Grundschulen stehe diese immer zur Verfügung, so eine Sprecherin.

Folgende Aktionen sind geplant:

Tag betroffene Region Aktion
Dienstag, 12. Februar Stadt Leipzig

Landkreis Nordsachsen

Landkreis Leipziger Land
ab 11 Uhr Streikkundgebung auf dem Richard-Wagner-Platz in Leipzig
Mittwoch, 13. Februar Stadt Chemnitz

Landkreis Mittelsachsen

Erzgebirgskreis

Landkreis Zwickau

Vogtlandkreis
ab 11 Uhr Streikkundgebung auf dem Johannisplatz in Chemnitz
Donnerstag, 14. Februar Stadt Dresden

Landkreis Meißen

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Landkreis Bautzen

Landkreis Görlitz
ab 11 Uhr Streikkundgebung vor dem Finanzministerium in Dresden

Mehr Geld für Angestellte der Länder gefordert

In der zweiten Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Verhandlungspartner bislang keine Einigung erzielt. Nach Gewerkschaftsangaben blockieren die Arbeitgeber eine Einigung. Die Gewerkschaften fordern unter anderem sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro zusätzlich im Monat. Angestellte Lehrer sollen am Monatsende außerdem genauso viel verdienen wie ihre verbeamteten Kollegen.

Verdi-Landesbezirksleiter Oliver Greie erklärte dazu: "Unsere Forderungen sind angesichts der Konkurrenz zwischen dem öffentlichem Dienst und der Wirtschaft durch den Fachkräftemangel mehr als berechtigt. Am Verhandlungstisch sind die Arbeitgeber der Länder bisher nicht einsichtig. Daher bleibt uns nur die Möglichkeit, unseren Forderungen durch Arbeitsniederlegungen Nachdruck zu verleihen."

Quelle: MDR/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 11.02.2019 | 19:00 Uhr

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019, 17:42 Uhr

Mehr aus Sachsen