Videostandbild zeigt dunkle Wolken über einem Zeltplatz
Dunkle Wolken über dem Festivalgelände. Bildrechte: dpa

Unwetter in Sachsen Sturm unterbricht Highfield-Festival und hält Zugreisende fest

Unwetter mit Sturm und Starkregen haben in Teilen Sachsens für Schäden und Behinderungen gesorgt. Zwischen Leipzig und Dresden saßen Reisende sechs Stunden in einem ICE fest. In Chemnitz standen Straßen unter Wasser.

Videostandbild zeigt dunkle Wolken über einem Zeltplatz
Dunkle Wolken über dem Festivalgelände. Bildrechte: dpa

Am Störmthaler See bei Leipzig musste das Highfield-Festival am Freitagabend für mehrere Stunden unterbrochen werden. Eine Bühne wurde nach dem Unwetter gesperrt. Nach Angaben der Veranstalter waren davorstehende Wellenbrecher von den Wassermassen unterspült worden. Einige Besucher seien verletzt worden. Sie hätten sich überwiegend Knöchel verstaucht. Schwerverletzte gebe es nicht.

Highfield Unwetter
Am Freitagabend mussten die Veranstalter eine Bühne auf dem Highfield-Festival sperren. Bildrechte: dpa

Konzerte müssen ausfallen

Das Festival konnte am Freitagabend nach dreistündiger Unterbrechung fortgesetzt werden. Pech hatten die Fans von Bosse, Alligatoah, den 257ers und Billy Talent. Deren Konzerte fielen aus und können auch nicht nachgeholt werden. Einzig Clueso konnte kurz vor Mitternacht noch ein kleines Unplugged-Set spielen. Auch seinem geplanten Konzertauftritt hatte das Unwetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Das Highfield soll am Sonnabendnachmittag planmäßig weitergehen. Erwartet werden als Headliner am Sonntag Placebo und die Toten Hosen.

Bahnreisende sitzen sechs Stunden im Zug fest

Auf der Bahnstrecke Leipzig-Dresden saßen laut Bundespolizei rund 160 Zugreisende sechs Stunden in einem liegengebliebenen ICE fest. Nahe Oschatz war ein Baum auf die Oberleitung gefallen. Bis 3 Uhr mussten die Bahnreisenden ausharren, ehe sie aus dem Zug in Busse umsteigen konnten, die sie zum Bahnhof Oschatz brachten. Der ICE konnte erst gegen 4 Uhr weiterfahren.

Blitzeinschlag legt Stromversorgung lahm

Zwischen Priestewitz und Großenhain fuhr ein Güterzug in eine heruntergerissene Oberleitung. Der Abschnitt ist noch bis zum Nachmittag gesperrt. Die Strecke Coswig-Dresden ist wegen Elektronikschäden nach einem Blitzeinschlag teilweise nur eingleisig befahrbar.

Sturm setzt Straßen unter Wasser

Nahe Ruppendorf/Klingenberg bei Dippoldiswalde blockierte eine Schlammlawine die Landstraße. In Chemnitz überflutete Starkregen mehrere Straßen und drückte die Gully-Deckel hoch. In der Region Dresden stürzten Bäume und ein Strommast um. Die Händler auf dem Dresdner Stadtfest  hielten trotz Unwetter die Stellung. Trotz Warnungen des Veranstalters ließen sie ihre Buden bis weit nach Mitternacht geöffnet.

Quelle: MDR/dpa/jr

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch in Radio und Fernsehen: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.08.2017 | ab 6:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 19.08.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. August 2017, 14:02 Uhr

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2 Kommentare

20.08.2017 10:25 Sergej 2

Warum müssen Reisende bis 3 in einem ICE sitzen und dann in einen Bus umsteigen, wenn der Zug 4 Uhr weiterfährt?
Wieder eine unlogische Pressemitteilung abgeschrieben?

20.08.2017 07:40 pkeszler 1

Jetzt, wo die Wetterkapriolen auch in Deutschland immer mehr um sich greifen und großen Schaden anrichten, muss auch bei uns mehr für den Umweltschutz getan werden. Die Braunkohleindustrie muss allmählich reduziert werden. Das heißt aber auch, dass sich die Bundesregierung und die Bundesländer Gedanken über neue, Umwelt verträgliche Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen machen müssen. Das Gleiche trifft bekanntlich auch für die Autoindustrie usw. zu.