Tag des offenen Denkmals Sachsens Denkmaltag wird digital

Der Tag des offenen Denkmals findet in diesem Jahr vor allem digital statt. Kirchen, Schlösser und alte Industriegebäude, die eigentlich am Sonntag ihre Türen für Besucher öffnen sollten, bleiben zum großen Teil verschlossen. Doch Angebote rund um Sachsens Denkmäler gibt es trotzdem und die kommen direkt ins heimische Wohnzimmer.

Festspielhaus Hellerau
In diesem Jahr findet der Denkmaltag vor allem digital statt. Doch im Festspielhaus Hellerau sind auch Besucher willkommen. Bildrechte: Festspielhaus Hellerau / Stephan Floss

Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen macht auch vor dem diesjährigen Tag des offenen Denkmals nicht halt. Schon im Frühjahr gab die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bekannt: "Die Vielzahl der Veranstaltungen und die Millionen von Denkmal zu Denkmal wandernden Besucher machen aus dem Tag ein risikoreiches Großevent. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ruft stattdessen dazu auf, Denkmale kontaktfrei und digital zu präsentieren." Viele Veranstalter sind dem Aufruf gefolgt und wollen den Denkmaltag unter dem Motto "Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu Denken" digital durchführen.

Bautzen – keine offenen Denkmale in diesem Jahr

Wie die einzelnen Regionen mit der Ankündigung der bundesweiten Koordinationsstelle umgehen, ist sehr unterschiedlich. Bautzen beispielsweise schreibt auf seiner Internetseite: "Lange haben die Organisatoren um Baubürgermeisterin Juliane Naumann an der Ausgestaltung der Veranstaltung festgehalten. Doch nun ist klar: Der Tag des offenen Denkmals, der am 13. September stattfinden sollte, muss abgesagt werden." Die Baubürgermeisterin ist aber zuversichtlich, dass "wir im kommenden Frühjahr alle Vorbereitungen für den Tag des offenen Denkmals 2021 aufnehmen können."

Chemnitz – digitales Angebot auf der Internetseite

Auch Chemnitz hatte angekündigt, keine Denkmale für die Interessierten öffnen zu können. Eröffnungsveranstaltung und Abschlusskonzert müssten in diesem Jahr ebenfalls ausfallen. Am Mittwoch gab die Stadt dann bekannt, dass ihr Tag des offenen Denkmals ausschließlich digital stattfinden wird. Auf ihrer Internetseite sollen am 13. September verschiedene Schulen vorgestellt und der Otto-Werner-Garten im Stadtpark näher beleuchtet werden. Auch das Wasserschloß Klaffenbach und der Verein Küchenwaldbühne sollen gezeigt werden.

Leipzig – Kurzfilme zu ausgewählten Themen

Leipzig hat sich ebenfalls für den digitalen Weg entschieden und angekündigt, mit Kurzfilmen an den Start zu gehen. Hier geht es beispielsweise um den Paternoster im Neuen Rathaus, die historische Werbung für die "Milchbar Pinguin" und eine Schule der Moderne. Die Videos sind bereits jetzt auf der Seite der Stadt Leipzig zu sehen.

Dresden – sowohl digital als auch analog

Deutschlands größtes Kulturevent für die Denkmalpflege wird in Dresden hingegen auch analog stattfinden – in einer reduzierten Form. In der Landeshauptstadt können den Angaben zufolge "Architekturgeschichten und -geschichte an diesem Tag im Rahmen von nahezu 40 Programmpunkten erlebt werden." Außerdem gibt es, wie in den meisten anderen Städten erstmalig auch digitale Angebote. Drei Denkmale sollen näher vorgestellt werden. Welche das sind, hat die Stadt noch nicht bekanntgegeben.  

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.09.2020 | ab 07:00 Uhr in den Nachrichten

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