Tarifkompromiss Mehr Gehalt für Sachsens Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Ein Grossplakat der Dienstleitungsgewerkschaft ver.di mit der Aufschfrift "Wir sind es wert! Ihr öffentlicher Dienst" ist an einem Gebaeude zu sehen
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Nach Angaben des Bundesinnenministeriums ist bei den Tarifverhandlungen für 2,3 Millionen Angestellte im öffentlichen Dienst eine Einigung erzielt worden. Die Einkommen sollen gestaffelt steigen. In der niedrigsten Entgeltstufe soll die Steigerung 4,5 Prozent betragen, in der höchsten Eingruppierung um 3,2 Prozent. Von den Tariferhöhungen profitieren in Mitteldeutschland mehr als 80.000 Beschäftigte. Vor der dritten Verhandlungsrunde hatte es Warnstreiks in Verwaltungen, bei kommunalen Entsorgern, Verkehrsbetrieben und in Kindertagesstätten gegeben.

Kompromisse der Verhandlungspartner

Straßenbahnen sind während eines Warnstreiks im Straßenbahnhof Trachenberger Straße abgestellt.
Warnstreiks zur Betonung der Beschäftigteninteressen gab es vor der dritten Tarifrunde in Potsdam auch in Dresden (Archivfoto September 2020). Bildrechte: dpa

Die Gewerkschaft Verdi im Bereich Sachsen bezeichnete die Einigung für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes als Kompromiss der Verhandlungspartner. "Beide Seiten mussten Abstriche von ihren Forderungen machen", sagte Landesbezirksleiter Oliver Greie. Trotz schwieriger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Situation konnten Gehaltsanhebungen erreicht und "gravierende Einschnitte in bestehende Verträge" verhindert werden.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.10.2020 | 14:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 25.10.2020 | 19:00 Uhr

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