20.03.2020 | 14:40 Uhr Sächsische Spitzensportler sollen trotz Corona-Krise weiter trainieren

Teamsport Sachsen
Diese sächsischen Topvereine haben sich zur neuen Initiative "Teamsport Sachsen" zusammengeschlossen. Bildrechte: SC DHGK Leipzig

Die sächsischen Spitzensportler sollen unter bestimmten Bedingungen ihr Training fortsetzen können. Das haben Vertreter der sächsischen Landesregierung und mehrerer Topvereine beschlossen. Zur Umsetzung der Ziele wurden sowohl die Initiative "Teamsport Sachsen" sowie die Arbeitsgruppe "Sport" gegründet.

Corona stoppt Sportbetrieb in ganz Sachsen

Durch die aktuelle Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen sei der gesamte Sportbetrieb stillgelegt worden. Die Sportvereine des Freistaates stünden dadurch vor großen organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, heißt es in einer Mitteilung. Ziel der neuen Initiative "Teamsport Sachsen" sei es, kurzfristig Know-how auszutauschen, die Interessen des Spitzensports zu bündeln sowie die Entscheidungsträger zu entlasten. Bereits beschlossen wurden Ausnahmen für Bundeskader und Bundesliga-Profis zur Nutzung öffentlicher und privater Anlagen.

Sportvereine haben lange Liste

Am Donnerstag trafen sich die Vertreter mit Spitzenpolitikern in der Staatskanzlei in Dresden, um ein Eckpunktepapier zu erstellen. Die Vertreter der sächsischen Sportvereine hatten eine Reihe von Fragen an die sächsische Staatsregierung. So ging es unter anderem um die Fortführung des Trainingsbetriebes für Sportler, die an den Olympischen Spielen teilnehmen oder sich dafür noch qualifizieren können. Auch die Trainingseinheiten für Fußballer der ersten und zweiten Bundesliga wurden besprochen. Beides könne jedoch nur unter strengen Auflagen erfolgen, sind sich Vereine und Politik sicher.

Im Mittelpunkt des Gespräches standen auch finanzielle Entlastungen für Wirtschaftsunternehmen, die meist als Sponsoren der Vereine auftreten. Nicht zuletzt ging es auch um die Vorbildwirkung der Spitzensportler und wie jeder dazu beitragen kann, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Initiative "Teamsport Sachsen" pochte auf eine schnelle und unkomplizierte Umsetzung.

Arbeitsgruppe "Sport" soll nun handeln

Im Ergebnis des Treffens wurde eine Arbeitsgruppe "Sport" gebildet. Ihr gehören Vertreter der Sächsischen Staatskanzlei, des Innenministeriums, der Initiative "Teamsport Sachsen", des Landessportbundes Sachsen sowie der Kreis- und Stadtsportbünde an. "Das war ein sehr konstruktiver Austausch, bei dem unsere Belange sehr ernst genommen wurden", bilanziert Karsten Günther, Geschäftsführer des SC DHfK Leipzig. Und weiter: "Jetzt ist Sportsgeist mit harter Arbeit, Kampfgeist und Teamwork gefragt".

Quelle: MDR/fg/as

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.03.2020 | ab 09:00 Uhr in den Nachrichten

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