Detailaufnahme eines Rollstuhls
Für seine Bemühungen bei der Schaffung eines barrierefreien Nahverkehrs im Freistaat ist der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter mit dem Bundesteilhabepreis ausgezeichnet worden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

12.11.2019 | 19:41 Uhr Bundesteilhabepreis für Schaffung von barrierefreiem Nahverkehr

Der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen ist am Dienstag mit dem Bundesteilhabepreis ausgezeichnet worden. Wie das Bundesarbeitsministerium mitteilte, wurde der Verband für seine Bemühungen bei der Schaffung eines barrierefreien öffentlichen Nahverkehrs im Freistaat ausgezeichnet. Auch der dritte Platz ging an ein Projekt in Sachsen.

Detailaufnahme eines Rollstuhls
Für seine Bemühungen bei der Schaffung eines barrierefreien Nahverkehrs im Freistaat ist der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter mit dem Bundesteilhabepreis ausgezeichnet worden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Gemeinsam mit Verkehrsunternehmen im Freistaat hat der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen zum Beispiel technische Vorgaben für Haltestellen und Fahrzeuge erarbeitet. Daneben gehe es um die Barrierefreiheit von Fahrzeugen, Haltestellen oder Fahrgastinformationen, so Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Außerdem bietet der Verband ein Mobilitätstraining für körperlich eingeschränkte Fahrgäste an.

"ÖPNV für alle"

Die Projektarbeit wird im wesentlichen durch bürgerschaftliches Engagament geleistet. Dafür erarbeiten regionale Arbeitsgruppen die Schwerpunkte der Verbandsarbeit. Auf diesen Grundlagen werden die geplanten Verkehrsbauprojekte bewertet. Im Anschluss erstellt der Verband Vorschläge zu technischen Lösungen und bietet die Mitwirkung bei der Lösung von Problemen an.

Bronze für den "Campus Navigator"

Auch der dritte Platz beim erstmals ausgelobten Bundesteilhabepreis bleibt im Freistaat Sachsen. Ausgezeichnet wurde der "Campus-Navigator" der Technischen Universität Dresden. Das webbasierte System umfasst interaktive Lage- und Etagenpläne und bietet Informationen zur Barrierefreiheit der Gebäude, Lehrräume und vom Campus. Die App richtet sich an Uni-Beschäftigte, Studierende und Gäste der Universität. Für TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen sei "der uneingeschränkte Zugang zu Bildung ein besonderes Anliegen". Die App wurde so gestaltet, dass sie gerade auch Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Orientierung hilft. "Dass dabei das Knowhow aus der TU Dresden kommt, freut mich besonders", so Müller-Steinhagen.

Quelle: MDR/tu/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.11.2019 | 17:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 12. November 2019, 19:41 Uhr

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